Bei der neuen SG Kuppenrhön herrscht Zuversicht. Trainer Harry Blaurock geht mit klaren Ideen in die Saison: „Wir wollen Kombinationsfußball spielen, mit viel Ballbesitz und Kurzpassspiel. Das ist unser Weg, und wenn der erfolgreich ist, werden wir auch Erfolge einfahren.“ Die Vorbereitung verlief ordentlich, der Kader steht, und Blaurock blickt optimistisch voraus: „Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen, aber am Ende wird entscheidend sein, wer nach der Winterpause den besten Rhythmus findet.“ Besonders emotional wird für ihn das Aufeinandertreffen mit der SG Asbach/Hessen Hersfeld, wo er selbst viele Jahre aktiv war: „Das wird ein besonderes Spiel.“ Wie sich die Spielgemeinschaft in die Liga einlebt, wird beim Kracher-Auftakt am Sonntag gegen die SG Haselbach schon zu sehen sein.
Denn auch die Haselbacher gehen ambitioniert in die Saison – wenn auch mit etwas mehr Zurückhaltung: Joachim Weber aus dem Trainerteam lobt die gute Vorbereitung und die Verstärkungen im Kader, formuliert aber vorsichtig: „Wir wollen oben mitspielen. Die Feinheiten werden dann entscheiden, wie weit es nach oben geht.“ Für ihn sei der erste Gegner Kuppenrhön der Topfavorit, dazu schätze er den SV Unterhaun stark ein. Über die Ligaeinteilung sagt Weber: „Wir nehmen das, wie es kommt. Ein paar mehr Teams hätten wir uns gewünscht, um insgesamt mehr Spiele zu haben.“
Für den SV Burghaun zählt nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga erstmal der Neustart. Trainer Marius Ebert setzt auf neue Impulse: „Wir haben in der Vorbereitung den Grundstein gelegt, wieder eine Mannschaft zu formen, die Freude am Fußball hat. Ein direkter Wiederaufstieg ist keine Pflicht, aber wir wollen mehr Siege holen und uns oben festbeißen.“ Besonders freut er sich auf die Partie mit der SG Rasdorf/Soisdorf, schließlich coachte er in Rasdorf früher. Auch er sieht Haselbach und Kuppenrhön vorne und bemerkt: „Jede Mannschaft hat zwei, drei richtig gute Spieler – das macht die Liga interessant.“
Der FSV Pfordt schielt ebenfalls auf die Spitzenplätze. Trainer Timo Peikert formuliert ein ambitioniertes Ziel: „Wir wollen in die Top Drei, besseren Fußball spielen als vergangene Saison und konstanter werden.“ Der Kader blieb weitgehend zusammen, die Neuzugänge sollen für mehr Tiefe sorgen. Auch er erwartet Haselbach stark und RW Burghaun gefährlich: „Aber wir müssen erst einmal unseren eigenen Rhythmus finden“, sagt Peikert, schließlich wanderte der FSV von der Lauterbacher Staffel rüber in die neue Liga, die aus dem Altkreis Hünfeld sowie Teams hinter der Kreisgrenze besteht. Auch Schlitzerland II ist neu dabei – und die SG Nüsttal/Dammersbach dazu als zweite neugegründete Spielgemeinschaft.
Ergo: Die A-Liga Mitte geht mit spannenden Fragen in die neue Spielzeit, die beantwortet werden wollen. Der Name SG Kuppenrhön drängt sich als leichter Favorit auf, Haselbach und Pfordt wollen oben angreifen, Burghaun besitzt Potenzial für eine Überraschung, auch Unterhaun ist seit Jahren oben dabei. Ufhausen konnte mit Pierre Mistretta einen erfahrenen Spielertrainer holen und hat auch einiges vor, während die Übermannschaften der Vorsaison mit Praforst und Großentaft aufgestiegen sind.
Klar ist auch: Die Fahrtwege sind kurz, die Duelle oft emotional, und kleine Serien – positiv wie negativ – können schnell über eine ganze Saison entscheiden. Der Start wird schon einmal richtungsweisend.
A-Liga Mitte
Samstag
15.30 Uhr
Unterhaun – Rasdorf/Soisdorf
Sonntag
13 Uhr
Aulatal II – Asbach/Hessen Hersfeld (in Oberaula)
15 Uhr
Burghaun – Schlitzerland II
Pfordt – Mansbach
Ufhausen – Mackenzell
Nüsttal/Dammersbach – Niederaula/Kerspenhausen II (in Dammersbach)
Kuppenrhön – Haselbach (in Ransbach)
