Für eine Person ist das Top-Duell der A-Liga Mitte eine besondere Rückkehr. Vor etwa acht Jahren heuerte Ebert beim Rasdorfer SC als Spielertrainer an. Damals war der RSC noch eigenständig, ehe der Verein mit dem SC Soisdorf gemeinsame Sache machte und eine Spielgemeinschaft gründete. Der ehemalige Spielertrainer freut sich auf viele bekannte Gesichter und gute Gespräche am Rasdorfer Sportplatz. „Ich freue mich auf die Rückkehr und auch über ihren Saisonstart“, so der Gäste-Trainer Blick auf die Statistik.
Apropos Saisonstart: Für beide Teams liefen die ersten Saisonspiele souverän. Burghaun erspielte sich in vier Spielen neun Punkte, Rasdorf/Soisdorf kassierte in drei Partien kein einziges Gegentor und steht ebenfalls mit neun Punkten auf Rang zwei – sogar die Tordifferenz ist gleich, Burghaun hat aber bisher öfter getroffen. „Wenn ich bei diesem Start meckern würde, wäre ich falsch gepolt“, zeigt sich auch SGRS-Trainer Thomas Aumann zufrieden. Doch stehen die Hausherren vor einem schweren Doppelspieltag. Am Freitag (19 Uhr) gastiert Aumann mit seinem Team in Schenklengsfeld bei der neugegründeten SG Kuppenrhön, die auch zu den Mitfavoriten zählt, ehe Rückkehrer Ebert und die Burghauner nach Rasdorf kommen. „Uns erwartet ein Kracher-Wochenende“, schildert der Coach. In der Vorbereitung arbeiteten die Hausherren vor allem an der Defensive – mit Erfolg. Bislang ist Aumanns Team noch ohne Gegentor. „Wir wollen es aber nicht so an die große Glocke hängen. Wir sehen zu, dass wir immer unser Spielsystem durchdrücken“, erläutert der Trainer. Am Sonntag gegen Burghaun erwartet er einen harten Gegner, der gerade nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga am liebsten sofort zurückkehren möchte. „Burghaun wird das Spiel federführend gestalten. Daher sehe ich die Favoritenrolle eher bei ihnen“, schätzt Aumann, der personell unter der Woche „Wunden lecken“ musste. Dennoch ist er sich sicher: „Wir werden in beiden Spielen starke Mannschaften aufstellen können“.
Nach dem missglückten Saisonauftakt (1:2 gegen Schlitzerland II) zeigte das Team von Ebert wiederum eine Reaktion und fuhr drei Siege in Folge ein. „Die Reaktion war in Ordnung. Auch wenn mich das erste Spiel noch immer ärgert“, so der Coach, der dennoch zufrieden ist. Ebert spüre, dass die Mannschaft nach dem Abstieg wieder den Spaß am Fußball zurückerlangt habe. Dies sei besonders an der guten Trainingsbeteiligung zu erkennen. „Wir haben eine gute Stimmung – und Woche für Woche eine sehr gute Beteiligung. Wir machen aber auch etwas dafür“, erklärt der Trainer. In der A-Liga geht RWB als Favorit in jedes Spiel, ein Gefühl, das die Mannschaft so schon lange nicht mehr kannte. „Die Jungs nehmen es aber bisher gut an“, so Ebert, der sich besonders auf Sonntag freue. Drei Jahre lang war er Spielertrainer beim Rasdorfer SC und stieg sogar in die Kreisoberliga Nord auf. Daher weiß er, was auf sein Team zukomme. „Sie haben schon immer leidenschaftlichen Fußball gespielt. Beide Vereine sind eng verwurzelt. Da gibt es keinen, der nur zum Fußballspielen aus der Ferne kommt. Da wird der Fußball auch gelebt“, erinnert sich Ebert.
A-Liga Mitte
Freitag
19 Uhr
Haselbach – Hohe Luft II (in Kirchhasel)
Burghaun – Aulatal II
Pfordt – Asbach/Hessen Hersfeld
Ufhausen – Schlitzerland II
Unterhaun – Mansbach
Kuppenrhön – Rasdorf/Soisdorf (in Schenklengsfeld)
Sonntag
13 Uhr
Niederaula/Kerspenhausen II – Pfordt (in Kerspenhausen)
Schlitzerland II – Hohe Luft II (in Queck)
15 Uhr
Haselbach – Ufhausen (in Kirchhasel)
Mackenzell – Aulatal II
Mansbach – Asbach/Hessen Hersfeld
Kuppenrhön – Nüsttal/Dammersbach (in Wippershain)
16 Uhr
Rasdorf/Soisdorf – Burghaun (in Rasdorf)
