Der Konflikt, einer der blutigsten Stellvertreterkriege des Kalten Krieges, fand auch in Deutschland große Resonanz, mobilisierte die Zivilgesellschaften. Die Bundesrepublik leistete humanitäre Hilfe in Südvietnam und unterstützte politisch das Vorgehen der USA, während die DDR ihrem „sozialistischen Bruderstaat“ im Norden beistand. Dadurch reichten die deutschen Teilungslinien gewissermaßen bis in die Wälder und Dörfer Vietnams. Seine Kenntnisse, Erfahrungen und Erlebnisse zu dieser Thematik hat der Autor in seinem Buch „Geteiltes Land, geteiltes Leid“ festgehalten.
Andreas Margara weiß, wovon er erzählt, hat er doch lange in Hanoi gelebt und ist Mitglied im Vorstand der Deutsch-Vietnamesischen Gesellschaft (DVG). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Erinnerungskultur und Vergangenheitsaufarbeitung in Nachkriegsgesellschaften. Als Journalist berichtete er aus Südostasien für renommierte Medien und unternahm für die ZDF-Sendung „Terra X "Abenteuer Vietnam“ eine Film-Expedition als zeithistorischer Experte. Aktuell lehrt der 41-Jährige an der Pop-Akademie Baden-Württemberg. Kooperationspartner der Veranstaltung sind die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) sowie die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Eine Anmeldung ist per E-Mail über veranstaltungen@pointalpha.com oder Telefon 06651/919030 erwünscht.
