Während der SV Flieden in der Liga bei mittlerweile vier Siegen in Folg steht, darunter zuletzt das 3:2 bei Hessen Kassel II vor zwei Wochen, war die Viktoria am Gründonnerstag mit 2:1 gegen Lichtenau erfolgreich. „Wir wollen das mitnehmen, auch wie der Sieg gegen einen starken Gegner zustande gekommen ist“, betont Gäste-Trainer Johannes Ihrig, für dessen Team nur ein Sieg zählt: „Das wird auch die Marschroute sein. Ein Derby hat immer einen besonderen Charakter, aber wir wollen, dass der Weiher brennt – auch von unserer Seite aus“, lautet die Kampfansage der Bronnzeller.
Während die Viktoria mit 29 Punkten auf einem Abstiegsplatz steht, grüßt Flieden zwar von Rang neun, doch die Tabelle ist trügerisch: Nur fünf Zähler trennen beide Teams – logisch, dass die einen den Vorsprung vergrößern und die anderen den Rückstand aufholen wollen. „Beide brauchen die Punkte, wir haben keine zu verschenken und wollen Bronnzell natürlich schlagen“, sagt Fliedens Coach Christian Kreß, der seinem Team nach dem vergangenen Mittwoch über das Osterwochenende fünf Tage freigab. Erst am Dienstag ging es dann weiter. „Wir konnten mal ein bisschen durchschnaufen, um den Endspurt jetzt mit voller Kraft anzugehen“. Das Selbstvertrauen ist nach der Siegesserie auf jeden Fall vorhanden bei der Buchonia, die sich auf ein „hart umkämpftes“ Derby einstellt: „Es sind zwei Teams, die eine robuste Spielweise haben. Da können dann auch wieder Kleinigkeiten entscheidend sein“, so Kreß, der alle Mann an Bord hat: Bei Niko Zeller werde nur geschaut, ob der Körper mitspielt, und Ronaldo Zenuni wird sogar erstmals im Kader sein. „Wir wollen ihn peu à peu wieder aufbauen“, so Kreß. Auch Bronnzells Coach Ihrig hat den Kader fast komplett – Balzer, Jahn und Wind heißen die drei Ausfälle bei der Viktoria. „Es wird sehr kampfbetont werden, Flieden wird uns nichts schenken und giftig gegen den Ball arbeiten. Aber dagegen wollen wir Antworten parat haben“, kündigt der Trainer an, der auf eine gute Balance zwischen Kampf und Fußballerischem hofft: „Im Abstiegskampf geht es aber erstmal nur mit Leidenschaft“.
Ebenfalls am Samstag um 15.30 Uhr ist die SG Eiterfeld/Leimbach im Einsatz – zuletzt wirkte sogar Christian Winter am Ostermontag beim überlebenswichtigen 4:0 in Udenhausen mit. Winters A-Jugend der JSG Eitratal ist erst am Sonntag dran, insofern könnte er womöglich wieder eine Option sein, wenn die SGEL beim OSC Vellmar antritt.
Am Sonntag spielen dann die restlichen osthessischen Vertreter: Der SV Neuhof fordert ab 15 Uhr den Lichtenauer FV im Heimspiel, der sich am Mittwoch eine wilde Schlacht mit Hessen Kassel II lieferte: Ein 1:1 stand nach 90 Minuten, doch insgesamt kassierte Lichtenau rekordverdächtige vier Platzverweise und muss in Neuhof auf Vidal Gadea, Gadea Baringo, Petac und Ersatzkeeper Cucuz verzichten. Eine Chance für den SVN, die nächsten wichtigen Punkte im Klassenkampf einzufahren? Ebenfalls um 15 Uhr spielt die SG Aulatal noch in Lehnerz bei der U23 der SG Barockstadt – die Lichter gehen langsam aus bei der SGA, die sich dennoch ordentlich verabschieden und Top-Gegnern wie der SGB die Stirn bieten will.
Verbandsliga
Samstag
15 Uhr
Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach – Hombressen/Udenhausen (in Kleinalmerode)
Bad Soden – Eichenzell
15.30 Uhr
Vellmar – Eiterfeld/Leimbach
Flieden – Bronnzell
Sonntag
15 Uhr
CSC Kassel – Hessen Kassel II
SV Neuhof – Lichtenauer FV
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Aulatal (in Lehnerz)
TSV Wabern – Dörnberg
