Sechs Punkte liegt Bad Soden vor dem Löwen-Nachwuchs bei noch neun verbleibenden Spielen. Mit einem Sieg wären es neun Zähler – und Platz zwei so gut wie fix. „Dann hätten wir natürlich einen guten Abstand geschaffen und die Voraussetzungen erhalten, nochmal vorne angreifen zu können“, weiß auch Sodens Trainer Lars Schmidt. Doch noch ist es nicht so weit, 90 harte Minuten liegen vor den Sprudelkickern. Gegen eine „schwer zu bespielende Truppe“, so Schmidt, der sich auch von zwei Spielen ohne Sieg des KSV nicht blenden lassen will.
In Lehnerz verlor Kassels Nachwuchs mit 0:1, gegen Wabern gab es nur ein 1:1, während Soden das Spiel in Eiterfeld gerade noch so drehen konnte. „Aber Fakt ist auch, dass sie uns geschlagen haben im Hinspiel“, blickt Schmidt auf das 1:3 seines Teams in Nordhessen im September zurück. Es war eine von nur zwei saisonniederlagen der Sodener bisher. „Das zeugt von einer gewissen Qualität“, weiß der Coach um die Stärken der Löwen: Mit nur 17 Gegentoren stellt der KSV die beste Defensive, allerdings ist Soden vorne deutlich besser unterwegs und erzielte 24 Tore mehr als der Verfolger. „Wir hatten dort auch unsere Möglichkeiten, allerdings auch zwei Situationen, in denen wir selbst den Ball verloren und die Gegentore eingeleitet haben“, so Schmidt. Ob der Rasenplatz in Bad Soden ein Spiel zulässt, solle sich noch entscheiden. Unter der Woche sah der Platz noch nicht ergiebig aus, bemerkt der Trainer, der ansonsten noch auf die fraglichen Okyere, Mosch und Sejdovic hofft.
Flieden hofft auf gute Kulisse
Das erste Osthessen-Derby des Wochenendes steigt am Samstag am Weiher: Der SV Flieden empfängt Eiterfeld/Leimbach, der Rasen im Königreich ist bereit. „Wir hoffen auf eine gute Kulisse. Der Platz liegt auch gut da, da hat der Platzwart gute Arbeit gemacht“, lobt Trainer Christian Kreß. Für die Buchonen lief es in der Liga zuletzt erfolgreich, an die Siege gegen Vellmar und in Sandershausen soll angeknüpft werden. „Wir wollen dort weitermachen. Es ist das nächste richtungsweisende Spiel für uns, und mit einem Sieg könnten wir uns einen kleinen Puffer erarbeiten“, weiß Kreß. Zwei Punkte liegt Flieden aktuell vor dem Gegner und der Abstiegszone, Eiterfeld/Leimbach wiederum könnte selbst mit einem Dreier an der Buchonia vorbeiziehen. Kreß erwartet wiederum einen „unbequemen Gegner“, dem zuletzt fast gegen Bad Soden ein Coup gelang: „In solche Spiele geht man als Underdog vielleicht auch anders rein. Da kann man nicht unbedingt Schlüsse draus ziehen, aber Eiterfeld hat trotz der Abgänge im Winter immer noch Qualität und viel Geschwindigkeit nach vorne, ist ein eingeschworener Haufen“, so Kreß. Louis Larbig hatte bei Flieden wieder trainieren können, das Risiko nach seiner Zerrung bestehe aber noch, weshalb der Coach vorsichtig ist.
Die SG Aulatal ist am Samstag ebenfalls noch im Einsatz und fährt nach dem 7:1 gegen Hombressen nun etwas befreiter zur SG Klei/Hun/Doh. Im Abstiegskampf muss dennoch weiter gepunktet werden, wenn die SGA das Unmögliche möglich machen will.
Der Sonntag hält dann auch noch spannende Spiele bereit. Der SV Neuhof ist zum Siegen verdammt, das absolute Kellerduell gegen den FSV Dörnberg (15 Uhr) wartet. Die Neuhofer sind auf den drittletzten Rang abgerutscht und liegen zwei Zähler hinter dem kommenden Gegner, der enteilen könnte, sollte der SVN keinen Fuß dazwischen bekommen. Neuhof absolvierte am Dienstagabend übrigens ein Testspiel beim FC Bayern Alzenau und verlor mit 0:3. Das zweite Derby des Wochenendes bestreiten wiederum die Barockstat-U23 und der FC Eichenzell – und die Viktoria aus Bronnzell gastiert parallel in Wabern.
Verbandsliga
Samstag
15 Uhr
Bad Soden – Hessen Kassel II
Kleinmalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach – Aulatal (in Kleinalmerode)
15.30 Uhr
Flieden – Eiterfeld/Leimbach
Sonntag
15 Uhr
CSC Kassel – Sandershausen
Hombressen/Udenhausen – Lichtenauer FV (in Hombressen)
Neuhof – Dörnberg (Kunstrasen Neuhof)
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Eichenzell (in Lehnerz)
TSV Wabern – Bronnzell
