Lokales FD 23.04.2025

Update: Große Verkehrskontrolle auf der A7 – 485 Personen überprüft

Fulda/Hünfeld (pm/as/fp) – Bei einer groß angelegten Kontrollaktion auf der A7 hat die Polizei Osthessen am Dienstagabend zusammen mit mehreren Partnerbehörden zahlreiche Verstöße aufgedeckt. Bis tief in die Nacht hinein führten mehr als 90 Einsatzkräfte verdachtsunabhängige Schleierfahndungskontrollen auf dem Parkplatz Rotkopf an der A7 durch. Es wurden dabei einige Auffälligkeiten an getuneten Fahrzeugen zu festgestellt, ebenso eine Fahrt ohne Führerschein und eine weitere unter Einfluss von THC und Kokain (update 10.15 Uhr).

Foto: Felix Pillat

Unterstützt wurde die Aktion von Polizeikräften aus anderen hessischen Präsidien sowie aus Bayern. Auch der Zoll und die Kontrolleinheit Vermögensabschöpfung des Regierungspräsidiums Gießen, waren beteiligt. Ziel war ein koordiniertes Vorgehen zur Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität - insbesondere in den Bereichen Drogenhandel, Waffen- und Eigentumsdelikte - sowie zur Stärkung der Verkehrssicherheit.

"Solche Kontrollmaßnahmen entfalten Wirkung - nicht nur durch konkrete Feststellungen, sondern auch durch ihren abschreckenden Effekt", betont Einsatzleiter Christian Hickl: "Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor." Im Rahmen der Aktion wurden insgesamt 289 Fahrzeuge und 485 Personen überprüft. Dabei ergab sich in 2 Fällen der Verdacht, dass Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Drogen unterwegs waren. Zusätzlich wurden 34 Ordnungswidrigkeiten - etwa wegen mangelnder Ladungssicherung, Überladung, Sozialverstößen oder Gurtverstößen - geahndet. Bei den Führerscheinkontrollen stellte sich heraus, dass 7 Personen ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs waren. Zudem wurden zwei Personen festgestellt, nach denen bereits behördlich gesucht wurde. Weitere zwei Personen wurden dem Arzt vorgestellt, der eine Blutentnahme durchführte.

Zu einer Festnahme eines deutschen Staatsbürgers kam es gegen 23.50 Uhr, der wegen eines Haftbefehles gesucht wurde. Diesen konnte er durch eine Zahlung von knapp 500 Euro zunächst abwenden, sodass er seine Fahrt fortsetzen konnte. Zum Ende der Kontrolle stellte der Zoll - durch Einsatz eines Röntgengerätes - einen sogenannten „großen Polenböller“ fest und ahndete somit einen illegalen Waffentransport.

„Der logistische Aufwand ist beträchtlich, doch der Erfolg gibt uns Recht“, resümiert Hickl: „Solche koordinierten Großkontrollen sind ein wirksames Mittel zur Kriminalitätsbekämpfung und werden auch künftig in Osthessen durchgeführt werden.“

Regelmäßige Kontrollen

Schon vor dem Parkplatz war zu erkennen, dass sich eine Kontrolle anbahnte. Denn auf der A7 bildete sich ein langer Rückstau bis zum mit Flutlichtern hell erleuchteten Parkplatz. Ab 21 Uhr leitete die Polizei den kompletten Verkehr über den Parkplatz ab und kontrollierte auffällige Fahrzeuge. Das Selektionsverfahren werde bei solchen Kontrollen nach Bauchgefühl und Einschätzung der Beamten gemacht. „Wir ziehen nicht jeden sofort raus, aber wenn mal ein Licht kaputt ist oder etwas am Auto veränderte wurde, dann reagieren wir“, erklärte Christian Hickl, Einsatzleiter vor Ort.

Viermal im Jahr führt die Polizei solche Kontrollen durch. Parallel zur großen Kontrolle auf dem Parkplatz seien auch noch Zivilstreifen auf umliegenden Straßen unterwegs, um etwaige Fahrzeuge abzufangen und zu kontrollieren. „Kann ja sein, dass jemand versucht über die Bundes- oder Landstraßen auszuweichen, damit wollen wir dem entgegenwirken“, berichtete Hickl weiter.

Die Großkontrolle wurde sowohl vom Polizeipräsidium Osthessen, als auch von den umliegenden Präsidien aus Unterfranken, Südost-, Nord- und Südhessen, sowie dem Zoll durchgeführt. Im Einsatz waren auch ein Drogenspürhund sowie ein mobiles Röntgengerät.

Großkontrolle auf der A7. Fotos: Felix Pillat