Lokales FD 03.04.2025

Update 4 - 500.000 Euro Schaden bei Brand - Tiere sterben - Fotos

Setzelbach (as/gü/pm) – Großeinsatz am Mittwochmorgen in Setzelbach. Dort brannten zwei Scheunen, die auch als Stallungen genutzt wurden, komplett nieder, die Feuerwehren waren zeitweise mit 118 Personen vor Ort, um zu löschen und das Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wohnhäuser zu verhindern. Es gelang mehrere Tiere zu retten, zwei Schafe und etwa 20 Hühner verendeten jedoch. Drei Personen erlitten eine Rauchvergiftung. Der Sachschaden wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt (update 15.55 Uhr).

Fotos: Fuldamedia.

Luftaufnahmen zeigen das große Ausmaß des Schadens.

Die Rauchsäule war schon aus größerer Entfernung zu sehen. Mehrere Feuerwehren aus dem Umkreis waren im Einsatz. Die Alarmierung war gegen 8.10 Uhr bereits mit dem Stichwort ausgedehnter Brand alarmiert worden. „Das haben wir auch vorgefunden“, berichtete Rasdorfs Gemeindebrandinspektor David Reinmold. Ein Wirtschaftsgebäude und eine Scheune standen bereits in Vollbrand und die Flammen drohten auf weitere Nachbargebäude überzugreifen. Die Feuerwehr kontrollierte zunächst, dass keine Menschen in unmittelbarer Gefahr sind, dann war es oberstes Ziel, die benachbarten Häuser zu schützen. Ein Übergreifen des Feuers auf eine weitere Scheune war allerdings nicht aufzuhalten. „Aber wir konnten alle Wohngebäude schützen“, sagte Reinmold. Zwei Wohnhäuser wurden allerdings durch die enorme Hitzeentwicklung beschädigt, eins zudem auch durch eine umstürzende Scheunenwand beschädigt.

Nach derzeit vorliegenden Informationen erlitten drei Personen – darunter auch ein Feuerwehrmann – eine Rauchvergiftung und wurden leicht verletzt. Zwei von ihnen wurden vor Ort ambulant behandelt. Ein 40-jähriger Anwohner kam zur weiteren medizinischen Abklärung in ein umliegendes Krankenhaus. Ein Großteil der in den betroffenen Scheunen befindlichen Tiere konnte gerettet werden. Jedoch verendeten zwei Schafe und etwa 20 Hühner. Neben den Tieren befanden sich in einer der Scheune zudem ein Wohnmobil sowie zwei Motorräder. Diese wurden bei dem Brand ebenfalls vollständig zerstört.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Nachmittag. Der Einsatz wurde durch die enge Bebauung sowie durch Gefahrenstoffe, die in der Nähe gelagert sind, erschwert. Für die Wasserversorgung wurde unter anderem eine lange Schlauchleitung zu einem Bach gelegt. Die Bewohner der angrenzenden Häuser waren beim Eintreffen der Feuerwehr bereits alle in Sicherheit. Es konnten später aber noch drei Hühner gerettet werden. Vor Ort waren auch Kreisbrandmeister Adrian Vogler und Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn. Die K124 musste gesperrt werden.

Weshalb es zu dem Brand kam, ist aktuell noch unklar und Bestandteil der von der Kriminalpolizei Fulda geführten Ermittlungen. Hierzu wird die Brandstelle in den nächsten Tagen durch Experten der Brandursachenermittlung in Augenschein genommen. Der Gesamtsachschaden wird auf circa 500.000 Euro geschätzt.

Experten aus Welkers im Einsatz

Neben den umliegenden Feuerwehren, die alarmiert worden waren, wurde sogar auch die Wehr aus Eichenzell-Welkers gerufen: Die Spezialisten aus Welkers rückten mit einem sogenannten Ölsanimat an, um das Wasser zu reinigen, das mit Diesel dekontaminiert war. Ein Tank war offenbar geplatzt. Die Welkerser arbeiteten bis in die Abendstunden vor Ort.