Nachdem die Schützlinge von Trainer Tarek Bary bereits Ende letzten Jahres auf den Süddeutschen Meisterschaften die Silbermedaille holten, wiederholten sie diesen Erfolg auch in dem separat ausgetragenen Pokalwettbewerb des Süddeutschen Schwimmverbandes. Qualifiziert für die Endrunde hatten sich die 12- bis 10-Jährigen auf der Vorrunde in Karlsruhe, bei der sie mühelos gegen den SV Würzburg sowie gegen die SG Durlach/Ettlingen weiterkamen. Wiederum gegen Würzburg, den ersten Gegner des Wochenendes am Samstagabend, stellte Fulda sich taktisch clever ein und nahm die beiden Führungsspieler der Bayern weitgehend aus dem Spiel. Über schnelle Konter und schöne Kombinationen spielten die Wasserfreunde eine komfortable 14:1-Führung heraus, die sie bis zum Ende kräfteschonend verwalteten.
Zu einem echten Wasserball-Krimi entwickelte sich indessen die zweite Partie des Turniers am Sonntagmorgen gegen die SG Stadtwerke München. Fulda stand zwar in der Verteidigung sehr sicher und ließ nur wenig zu, schaffte es aber nicht, sich nach vorne abzusetzen. Zahlreiche Konterangriffe wurden leichtfertig vertändelt und sicher geglaubte Pässe fanden nur die Hand des Gegners, so dass es bis zum Abpfiff bei einem Unentschieden blieb und es regelgemäß zum Fünf-Meter-Werfen kam. Hier zeigte Fulda die besseren Nerven und setzte sich am Ende mit zwei Toren Vorsprung durch.
Das letzte Turnierspiel am Sonntagmittag geriet erwartungsgemäß zum Finale, das für die zahlreichen Zuschauer im Sportbad Ziehers ausreichend Spannung bereithielt. Von der 1:0-Führung über einen 1:5-Rückstand bis zum 5:5-Ausgleich durchlebten die Anhänger der WFF ein Wechselbad der Gefühle, das Spiel war bis zuletzt spannend. Das bessere Händchen hatten am Ende aber die Platzhirsche aus Nürnberg, die im letzten Viertel mit zwei gut herausgespielten Spielzügen zu den entscheidenden Torerfolgen kamen.
Trainer Bary fand nach Turnierende viele lobende Worte für sein Team: „Die Kids haben eine tolle Leistung gezeigt und sich für den großen Trainingsfleiß selbst belohnt.“ Fulda ist nun für die Vorrunde des Deutschen Wasserball-Pokals qualifiziert und steht nun im Kreis der besten 16 Mannschaften in Deutschland. Die U12- und U10-Teams der Wasserfreunde brechen in dieser Woche gemeinsam in ein fünftägiges Trainingslager in das Sportleistungszentrum im österreichischen Innsbruck auf, um sich diesen Jahreshöhepunkt vorzubereiten.
Die Tabelle:
1. | Post-SV Nürnberg | 3 | 32:17 | 9 |
2. | SC Wasserfreunde Fulda | 3 | 26:16 | 5 |
3. | SG Stadtwerke München | 3 | 20:16 | 4 |
4. | SV Würzburg | 3 | 15:44 | 0 |
