Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums am Nachmittag mitteilt, wurden insgesamt 14.000 Messungen in Osthessen durchgeführt. Dabei wurden 359 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, von denen zwölf ein Fahrverbot nach sich ziehen. Dazu zählt auch der Verstoß in der Bardostraße. Insgesamt seien die Kolleginnen und Kollegen zufrieden mit dem Verlauf des Speedmarathons. Viele Fahrzeugführer hätten großes Verständnis gezeigt.
Am Mittwochvormittag zeigten sich die an der Kontrollstelle geblitzten Fahrer einsichtig und verständnisvoll. Viel zu schnell waren sie auch nicht. Der Spitzenwert am Mittwochmorgen betrug nach Abzug der Toleranz 91 Stundenkilometer bei erlaubten 80. Die Polizei erläuterte, warum an dieser Stelle auf der B27 kurz hinter der Autobahn-Anschlussstelle Fulda-Nord kontrolliert wird. Dabei kämen mehrere Faktoren zusammen. Hinter der Kreuzung werde die erlaubte Geschwindigkeit von 60 auf 80 Stundenkilometer erhöht, das lade zum schnellen Fahren ein, und gleichzeitig werden die vorher zwei Fahrspuren in Richtung Norden auf eine zusammengeführt. „Das Reisverschlussverfahren ist nicht bei vielen Leuten im Kopf“, erklärte Polizeioberkommissar Carsten Sippel. Dazu komme, dass der wenig später folgende Parkplatz genügend Platz für die Einrichtung einer Kontrollstelle biete.
„Die Polizei möchte kein Geld einnehmen, sondern das Bewusstsein in die Köpfe führen“, erläuterte Sippel, dass beim Speedmarathon, bei dem die Kontrollstellen vorher bekannt gegeben werden, der Dialog im Mittelpunkt stehe. Im vergangenen Jahr habe es in Hessen 198 Verkehrstote und rund 3500 schwer verletzte Personen gegeben. Dabei werde das Unfallrisiko schon bei einer Geschwindigkeitsreduzierung um zwei Stundenkilometer um 15 Prozent verringert. Und er hatte noch deutlichere Beispiele: Bei einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometer sterben laut Statistik acht von zehn Fußgänger. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunden überleben acht von zehn.
Heute ist Speedmarathon – Die Messstellen in der Übersicht
