Lokales FD 17.04.2025

Schießbefehl an der Grenze: Dr. Maurer im Haus auf der Grenze

Rasdorf (pm/fp) – „Wer unsere Grenze nicht respektiert, der bekommt die Kugel zu spüren“, untermauerte der Verteidigungsminister der DDR, Armeegeneral Heinz Hoffmann, vor Soldaten. Auf Basis seiner umfangreichen Studie zum Dienstalltag der Grenztruppen der DDR nähert sich der Historiker Dr. Jochen Maurer am Donnerstag, den 8. Mai, auf Point Alpha der komplexen Frage des „Schießbefehls“ an der innerdeutschen Grenze an. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Die Grenzposten hatten ihre Waffe immer griffbereit, um Menschen an der Flucht zu hindern. Fotos: Archiv Point Alpha

Die Grenzsoldaten hatten den Sperrbezirk immer unter Beobachtung.

Die Anweisungen waren unmissverständlich und sind auf der Fassade am Haus auf der Grenze von Point Alpha abgebildet.

Wie wurden Soldaten dazu gebracht, im Zweifelsfall von der Schusswaffe Gebrauch zu machen und zum Schießen zu motivieren? Welche Bindungen zwischen „Grenzern“ und Bevölkerung im Sperrgebiet konnten vor diesem Hintergrund entstehen? Aufgrund von Protesten und das Ansehen des Staates zu retten hob Erich Honecker im Februar 1989 klammheimlich den Schießbefehl, der angeblich nie existiert hatte, auf. Auch nach der Grenzöffnung und der Wiedervereinigung wurde (nicht nur) in den Mauerschützenprozessen immer wieder um den Schießbefehl an der deutsch-deutschen Grenze gestritten.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ). Eine Anmeldung ist per E-Mail über veranstaltungen@pointalpha.com oder telefonisch unter 06651/919030 erwünscht. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.