Dennoch spricht sich Dänner deutlich für den Erhalt der Rhönhalle aus. „Ich bin der festen Überzeugung, wir brauchen die Rhönhalle“, stellt er nachdrücklich heraus. Dies spiegelt sich auch in der durchweg positiven Resonanz der Tanner Bevölkerung wider, die sich in öffentlichen Runden einheitlich für den Erhalt des Tanner Wahrzeichens ausgesprochen haben. In den vergangenen Jahren habe die Stadt dadurch Daten gesammelt und ist derzeit dabei auf deren Grundlage einen „Masterplan“ auszuarbeiten, wie die Probleme behoben werden können. „Wir sind gerade dabei zu ermitteln, was gemacht werden muss und das mit Zahlen zu beziffern, um zu sehen, ob wir das stemmen können“, berichtet Dänner: „In den kommenden Wochen werden wir das einem Planungsbüro übergeben, die dann wiederum ein Sanierungskonzept ausarbeiten werden.“ Zwar könne er noch keine genauen Zahlen nennen, er gehe aber von Investitionen im Millionenbereich aus, so Dänner. Sobald der Stadt die Zahlen allerdings bekannt seien, sei der Plan sich um eine Förderkonzept zu kümmern. „Grundlegend ist die Rhönhalle ein förderungswürdiges Projekt“, versichert der Rathauschef: „Wir sind auch bis 2027 noch bei dem Projekt ‚Dorferneuerung‘ dabei, damit könnten wir eine Teilsanierung beantragen.“
Das falle dann aber in die Amtszeit des neu gewählten Bürgermeisters, Matthias Gelbe, der sich ebenfalls für den Erhalt der Rhönhalle einsetzen will. Auch er ist sich im Klaren, welche große finanzielle Herausforderung ein solches Vorhaben für die „klamme Kommune“ Tann darstelle. „Ich habe fest vor dem Wunsch der Bevölkerung nach einer Veranstaltungshalle nachzukommen, aber wir müssen aufpassen, dass wir uns neben dem Feuerwehr-Haus nicht noch ein Großprojekt ans Bein binden“, führt er an. Seiner Meinung nach wäre es das Beste, den Umbau in kleinere Projekte zu teilen und diese dann nach finanziellen Möglichkeit und Priorität abzuarbeiten, was Dänner ähnlich sieht. „Am besten wäre es, die Rhönhalle Raum für Raum je nach Nutzung zu sanieren“, sind sich die beiden einig.
