Auf blauen Matten lagen in der Sporthalle der Winfriedschule drei Puppen. Mittels einer ausführlichen Präsentation und anschaulichen Vorführungen brachten die drei Schülerinnen den Siebtklässlern bei, was im Falle eines Herzstillstandes zu tun ist und wie so Leben gerettet werden können. Dabei wurden auch aktuelle Vermittlungskonzepte aus der Ausbildungsverordnung für Erste-Hilfe-Kurse, wie die „Venü“-Methode angewandt. Anschließend konnten die Siebtklässler direkt selbst an den Puppen üben. Das Projekt sei ein weiterer wichtiger Schritt in der Schulsanitätsarbeit, stellte Schulleiter André Müller gleich zu Beginn heraus: „Es ist wichtig und wertvoll, nicht nur eine Ausbildung zu machen, sondern auch die Haltung zu haben: ‚wir leben nicht alleine auf dem Planeten, wir müssen einander helfen‘.“
Das Land Hessen hat in diesem Jahr eine Ausbildung im Bereich Wiederbelebung für alle Schüler der siebten Klassen verpflichtend gemacht. An der Winfriedschule erfolgt der Reanimationskurs in Form einer Doppelstunde. Für den Unterricht ausgebildet wurden die Schulsanitäter der zehnten und elften Klasse dafür von den Maltesern. Brigitta Brähler-Fischer, Diözesanreferentin Schulsanitätsdienst der Malteser, war stolz auf die Leistung der drei Schulsanitäterinnen und lobte gemeinsam mit Matthias Kalmbach, Leiter des ärztlichen Fachdienstes Rettungsdienst des Klinikums Fulda, deren Engagement. Patrick Harnier, Bereichsleiter Servicebank bei der VR-Bank Fulda, die sich seit Jahrzehnten als Sponsor für den Schulsanitätsdienst einsetzt, dankte den Schulsanitätern: „Viele Autofahrer da draußen haben einen Notfallkurs gemacht und wissen trotzdem nicht, wie sie sich zu verhalten haben. Ihr wisst es und könnt helfen. Danke, dass ihr das macht.“
