Handball 04.04.2025

Oberligen – HSV muss „Ruder rumreißen“ – HSG will Spannung halten

Osthessen (pf) – Vier Spiele: So lange hat der Hünfelder SV in der Handball-Oberliga Nord noch Zeit, einen Abstiegsplatz hinter sich zu lassen und über dem Strich zu landen. Am Samstag (19.15 Uhr) soll bei der HSG Twistetal ein Sieg her, und dabei könnte es noch Schützenhilfe aus Osthessen geben: Großenlüder/Hainzell spielt ab 18 Uhr in Eschwege. Die Frauen der HSG Großenlüder/Hauinzell wiederum wollen die Saison auf keinen Fall austrudeln lassen und abschenken, sondern auch am Sonntag (17 Uhr) gegen Wesertal Gas geben.

Fotos: Christine Görlich

Männer-Oberliga

Das Feld der abstiegsgefährdeten Teams ist eng: Unten liegen Hofgeismar und Lohfelden mit neun Pluspunkten, der HSV hat wie Ost-Mosheim elf, darüber liegt Eschwege mit zwölf. Drei Absteiger drohen, vier Endspiele hat Hünfeld noch. „Die Lage ist natürlich ernst“, hatte Spielertrainer Felix Rehberg nicht erst seit der Derbypleite gegen Hersfeld erkannt.

Der Coach möchte sich keinesfalls mit einem Abstieg verabschieden, während der Verein unter der Woche mit Stephan Kimpel zumindest schonmal den neuen Übungsleiter vorstellen konnte. Rehberg wiederum weiß, dass zwei Punkte womöglich schon reichen könnten, der HSV aber bestenfalls noch vier holen sollte, um ganz sicher zu sein. „Twistetal liegt im schlagbaren Bereich. Da müssen wir das Ruder rumreißen“, heizt der Trainer sein Team an. Der Gegner empfängt die Hünfelder am Samstag (19.15 Uhr) als Tabellenachter und gewann das Hinspiel beim HSV mit drei Toren. Doch das zählt nicht mehr: Für die Hünfelder geht es darum, den Abstieg abzuwenden.

Auch die anderen beiden Teams der Region sind am Samstag wieder dran: Die HSG Großenlüder/Hainzell könnte Hünfeld zumindest Schützenhilfe bieten, denn die Lüderer spielen um 18 Uhr beim Eschweger TSV. Der TV Hersfeld darf zuhause ran und empfängt um 19 Uhr die HSG Baunatal. Der Derbysieg in Hünfeld sollte dem Turnverein Auftrieb gegeben haben, auch in den verbleibenden Saisonspielen trotz der Platzierung im grauen Mittelfeld durchzuziehen.

 

Frauen-Oberliga

Der Sonntag gehört dann den weiblichen Handballerinnen: Die HSG Großenlüder/Hainzell begrüßt zum Abschluss des Oberliga-Spieltags um 17 Uhr die HSG Wesertal. Und Trainerin Anne Deckenbach gibt nach der bitteren Pleite in Fritzlar klare Vorgaben aus: „Es ist gefährlich, weil in der Tabelle ja nicht mehr viel passieren kann. Dann plätschert es so dahin, aber wir werden intensiv darüber sprechen, dass wir die Spannung hochhalten müssen“. Warum? Auch wenn die HSG mit ausgeglichener Bilanz als Tabellensiebter kaum noch etwas ausrichten kann, blickt die Trainerin schon weiter voraus: „Ein Saisonende ist immer vor der nächsten Saison. Wenn du mit so einem Gefühl wie wir jetzt rausgehst, wird das der Runde nicht gerecht. Ich hoffe, dass wir die letzten Spiele konzentriert angehen“. Gegen den Tabellenzweiten Wesertal, für den es hinter Meister Hersfeld auch um nichts mehr geht, erhofft sich die Trainerin Punkte: „Wir haben sie bei sich zuhause schon wesentlich stärker erlebt als bei uns, weil sie eine lange Anfahrt haben. Wir sind trotzdem noch Underdog, aber nicht chancenlos“, so Deckenbach. Vor drei Wochen gegen Zwehren/Kassel traf die HSG selbst ohne Sina Schultheis 34 Mal gegen einen Tabellenzweiten, das soll nun gegen Wesertal wieder gelingen. „Wir müsse gucken, dass wir es in der Abwehr hinkriegen“, so Deckenbach – offensiv braucht sie sich keine Sorgen zu machen, Großenlüder/Hainzell hat mit 617 Toren die meisten aller Teams in der Liga geschossen. Zurückkehren in den Kader könnte wiederum Hannah Bruhn nach Grippe.

Der Meister TV Hersfeld geht weiter auf Auswärtsreisen: Nach der Meister-Party bei Körle/Guxhagen und dem Remis bei Zwehren/Kassel, das der erste Punktverlust der Saison war, begleitet von unschönen Umständen, gastiert der TVH nun am Sonntag um 15 Uhr bei Fritzlar II.