Das Ziel eines gesicherten Mittelfeldplatzes wurde verpasst: Die Maberzeller Zweite wurde Achter unter zehn Teams in der Oberliga. „Natürlich hätten wir es lieber ohne die Relegation geschafft, aber es war leider auch relativ früh klar, dass es so kommen könnte“, sagt Mannschaftsführer Torsten Mähner. Viele Liga-Konkurrenten zauberten während der Saison oder im Winter noch eine Nummer eins aus dem Hut, einige Spiele endeten dadurch anders als in der Hinrunde. „Es ist eben das Konzept von vielen, erstmal zu schauen, was mit dem Stamm möglich ist, und dann haben sie noch jemanden in der Hinterhand“, so Mähner. Hausen und Biebrich hatten beispielsweise jeweils noch Inder auflaufen lassen.
Niestetal und Allendorf hatten derweil nichts zum „Nachlegen“ und landeten als Absteiger hinter Maberzell II, das wiederum zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hatte. Die letzten beiden Saisonspiele in Braunfels (3:7) und Niestetal (4:6) verlor der TTC und muss nun in die Relegation.
Dort sollte es nun gegen die Vizemeister der beiden Hessenligen (Nord-Mitte und Süd-West) gehen. Doch weil Nord-Vertreter TSV Besse verzichtet hat, blieb nur noch TuS Nordenstadt aus Wiesbaden als Gegner für die Maberzeller, die das Relegationsspiel am 3. Mai zuhause ausrichte werden. Nur dieses eine Duell gibt es, es heißt Klassenerhalt oder Abstieg. „Natürlich muss das klare Ziel sein, da zu gewinnen“, macht Mähner deutlich. Beim Gegner habe zwar jeder gemeldete Spieler einen niedrigeren TTR-Wert als die osthessischen Akteure, doch Mähner warnt: „Wir haben jetzt nicht das größte Selbstvertrauen nach den ganzen Niederlagen“. Das soll dennoch kein Hindernis sein.
Auflaufen will der TTC in der Relegation mit Mähner, Qing Yu Meng, Manuel Echaveguren und Hanis Fischer – das Aufgebot, das auch in der Saison die meisten Spiele bestritt, wobei nur Meng eine positive Bilanz hatte. „Ich selbst habe keine zufriedenstellende Bilanz gespielt“, hadert Mähner: Und Meng ist war nicht mehr die Bank, die er früher war, „aber immer noch ganz, ganz wichtig für unsere Mannschaft“, macht Mähner deutlich. Der Trainer des Bundesliga-Teams ist die Nummer eins der Maberzeller Reserve – und soll zum Klassenerhalt genauso wieder Rest der Mannschaft beitragen.
