In den vergangenen Monaten haben Bauzäune das Bild auf dem Schulhof der Heinrich-von-Bibra-Schule geprägt – seit Juni vergangenen Jahres wird das Außengelände umgestaltet. Schulleiter Thorsten Retzlaff freute sich beim Fußballtag vergangene Woche, dass die Arbeiten bald fertig sind und dann die vielen neuen Bewegungsangebote genutzt werden können. „Wir haben dann zwei Sportplätze, eine Sprunganlage, Slaglines, Trampoline und natürlich Tischtennisplatten“, zählte er im Rahmen des Fußballtags einige der Angebote auf. Dazu kommen noch die zwei Sporthallen der Schule und der vergangene Woche eröffnete neu gestaltete Fitnessraum.
Die Arbeiten auf dem Außengelände liegen in den Endzügen und sollen im Juni dieses Jahres abgeschlossen werden. Der neue Sportplatz ist komplett umzäunt, sodass dort ohne Angst um die Fenster der Schulgebäude haben zu müssen gekickt werden kann oder ein paar Körbe geworfen werden können. Drumherum gibt es diverse Angebote wie Tischtennisplatten, Seile zum Balancieren und ein Klettergerüst, die Schüler in den Pausen zu Bewegung animieren sollen.
„Die neu geschaffene Anlage wird von der Schule im Rahmen des Schulsports und des Ganztagsangebots genutzt werden. Es werden Ballsportarten wie auch Leichtathletik möglich sein. Es handelt sich um eine Schulsport-Anlage, eine öffentliche Nutzung ist nicht vorgesehen“, berichtet Johannes Heller, Pressestelle der Stadt. Dass die Schule nun neben zwei Turnhallen auch erstmal zwei Sportplätze hat, liegt an den über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen. „Die Sporthallen an der Heinrich-von-Bibra-Schule wurden in den Anfangsjahren der Schule gebaut: Im Jahr 1965 wurde die kleine Halle errichtet, die der Schule gleichzeitig als Aula dient, die zweite Sporthalle (Zweifeldhalle) ist im Rahmen einer Erweiterung zwischen 1976 und 1980 hinzugekommen“, schildert Heller: „Da die Zweifeldhalle auf dem ehemaligen Sportplatz der Schule errichtet wurde, musste der Sportplatz auf des ehemalige Krankenhausgelände (auf die gegenüberliegende Straßenseite der Buseckstraße) verlegt werden.“ Aufgrund von Flächenoptimierungen wurde der Sportplatz nun wieder auf das Schulgelände zurückverlegt. „Das Areal des bisherigen Sportplatzes wird perspektivisch im Rahmen eines städtebaulichen Konzeptes überplant werden“, kündigt Heller an.
Doch nicht nur durch die Gebäude vor der Öffentlichkeit verborgen wird derzeit an der Heinrich-von-Bibra-Schule gebaut, auch an der das Gelände einfassenden Außenmauer in der Buseckstraße. „Der Eingang der Heinrich-von-Bibra-Schule wird verlegt, es entsteht eine neue Wegeverbindung“, berichtet Heller: „In diesem Zuge wird die historische Mauer aus dem 18. Jahrhundert im Rahmen der Umgestaltung des Schulhofes saniert.“ Die Arbeiten seien extrem witterungsabhängig und würden je nach Baufortschritt abschnittsweise durchgeführt. „Die Mauer soll ebenfalls mit der Gesamtmaßnahme final hergestellt sein“, so Heller. Die Kosten für die Schulhofumgestaltung und die Mauersanierung wurden mit insgesamt 2,4 Millionen Euro kalkuliert.
