Das Drehteam schaute sich alle Stationen, die die Fische durchlaufen, an – vom Bruthaus über die Umsetzung in die Teiche bis zum Abfischen, der Schlachtung und Weiterverarbeitung. Für Familie Föller war es eine interessante Erfahrung, das Kamerateam auf dem Hof zu haben. Nachhaltigkeit, Regionalität und Frische sind dort schon lange ein Thema. Auf den Verkaufsständen auf Erzeugermärkten in Frankfurt, Hanau, Gersfeld und Hilders werden keine Seefische angeboten. „Eigentlich sagt man, je größer die Produktpalette, desto größer der Umsatz. Aber wir wollen den Leuten zeigen, was man auch alles aus heimischen Fischen machen kann“, berichtet Michael Föller – ein Highlight sei das „Forellen-Sushi“, das anders als das Original mit geräuchertem Fisch hergestellt werden. Eine Forelle sei ansonsten auch wie ein Hering verwendbar und gerade in Frankfurt würden die Kunden immer wieder berichten, was sie aus dem Fisch gemacht haben.
War der Familienbetrieb anfangs nur auf den Märkten im Rhein-Main-Gebiet vertreten, werden mittlerweile auch Hilders und Gersfeld angefahren. Es heiße zwar immer, dass die „Dorfmärkte“ nicht so umsatzstark seien, aber Familie Föller beobachtet, dass es auch auf dem Land ein Umdenken stattfinde und regionale Produkte gefragter werden. Anders als Seefisch, der oft noch auf den Schiffen gefroren wird und dann über Großmärkte zu den Verkaufsstellen im ganzen Land gebracht wird, wird in Altenfeld auf kurze Wege und Frische gesetzt. „Wir produzieren immer nur so viel, wie wir auch brauchen, und frieren nicht ein“, sagt Michael Föller, der stolz ist, einen echten Familienbetrieb zu haben. Neben den beiden Söhnen arbeiten auch deren Partnerinnen mit. Darüber hinaus gibt es nur noch ein paar Aushilfen.
Der Nachhaltigkeitsaspekt spielt auf dem Hof nicht nur bei der Fischzucht eine Rolle. Vor einiger Zeit wurde auch die alte Ölheizung rausgeschmissen und eine eigens konzipierte Heizanlage gebaut, die die Wärme des Wassers nutzt. „Die Wärme geht in die Atmosphäre, wir haben uns gedacht, wenn man die einfängt, kann man auch das Haus damit heizen“, berichtet Michael Föller. Wasser ist durch die Teiche ja genügend vorhanden. Beim Bau der Anlage kamen Komponenten aus verschiedenen Bereichen zum Einsatz, denn „von der Stange“ gab es sowas nicht.
