Lokales FD 03.04.2025

Nach vier Jahren Kampf: Neues DRK-Fahrzeug endlich zugelassen

Marbach (fp) – Der Wahnsinn hat ein Ende: Das neue Katastrophenschutzfahrzeug des DRK Vereins in Marbach hat endlich seine Plaketten erhalten und darf nun offiziell verwendet werden. Rund vier Jahre hatte das DRK mit den Behörden kämpfen müssen. Zuletzt war die Sache sogar an höchster Stelle des Landratsamtes weitergegeben worden, damit es endlich weitergeht.

Stolz über die Zulassung: Johannes Rippert, Erster Vereinsvorsitzender des DRK Marbach. Foto: Johannes Rippert

Schon 2021 hatte das DRK damals mit der Planung für das neue Fahrzeug begonnen. Im Juli 2022 wurde das Fahrzeug beantragt und dann gingen die Probleme los. Erst konnte das Fahrzeug ewig nicht geliefert werden, ein Mahnverfahren gegen die Firma „MAN“ musste her, damit die „Edag“ in Fulda sich der Sache annehmen konnte, dann fehlten die Funkgeräte und als es schließlich vergangene Woche auf dem Hof des DRK in Marbach stand, fehlten auch noch die Zulassungsplaketten. Der Grund: Dadurch, dass die Lieferung so lange gedauert hatte, war die Dekra-Abgasnorm abgelaufen und die Zulassungsbehörde verlangte eine Sondergenehmigung von dem DRK Marbach. Die Verzweiflung war groß bei den Einsatzkräften und vor allem ihrem Ersten Vorsitzenden Johannes Rippert. „Das hat uns wirklich einige schlaflose Nächte gekostet“, seufzt er im Nachhinein: „Ich bin ehrlich: Ich bin froh, dass es nun endlich vom Tisch ist.“

Denn nach der medialen Aufmerksamkeit bei der Indienstnahme am vergangenen Samstag und der Druck von oben im Landratsamt schien sich etwas bewegt zu haben. „Die Zulassungsstelle hat uns kontaktiert und wir konnten schnell ein neues Dekra-Gutachten finden“, freut sich Rippert: „Wir haben auch heute [Mittwoch] kurzfristig einen Termin finden können und das Auto direkt zugelassen.“ Der Vereinsvorsitzende lobt weiter: „Die Zulassungsbehörde hat sich da auch wirklich bemüht und kulant gezeigt.“ Auch die fehlenden Funkgeräte seien im Laufe des Tages eingetroffen, berichtet er zufrieden: „Die müssen jetzt noch verschraubt werden, dann sind wir komplett einsatzbereit.“ Natürlich seien noch einige kleinere Wehwehchen, die durch die lange Standzeit aufgetreten sind, behoben werden, räumt Rippert lachend ein: „Die Reifen hatten zu wenig Luft.“ Aber sonst sei das Katastrophenschutzfahrzeug vollständig betriebsbereit. „Wenn der Katastrophenschutz-Zug alarmiert werden würde, könnten wir damit ausrücken“, fügt Rippert an und ergänzt abschließend: „Heute ist hoffentlich der letzte Tag Urlaub dafür draufgegangen, dass das Fahrzeug auf die Straße kommt.“

 

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Das Fahrzeug hat endlich seine Plaketten. Fotos: Johannes Rippert