Lokales FD 27.04.2025

Motorradsegnung in Haimbach – Sichere Fahrt für Biker – Fotos

Fulda (sk) – Sichere Fahrt für die neue Motorradsaison wünschte Pater Raj Arulmarianathan am Samstag wieder den Bikerinnen und Bikern in Haimbach. Dort fand traditionell der beliebte 64. Motorradgottesdienst in der St. Markus Kirche statt. Bei bestem Wetter fuhren die über 400 Fahrer über die Straßen in Richtung Domplatz, bevor sie für ein gemütliches Beisammensein wieder nach Haimbach zurückfuhren (update).

Fotos: Stefan Krug

Pater Raj traf in der vollbesetzten Kirche mit den richtigen Worten den Geschmack der Anwesenden. So berichtete er, dass in seiner indischen Heimat das Motorrad als alltägliches Fortbewegungsmittel genutzt wird. Viele Priester bekämen nach der Weihe eines geschenkt. Ihm selbst fehle allerdings noch der deutsche Führerschein, räumte er ein: „Aber vielleicht fahre ich nächstes Jahr selbst mit.“ In der Predigt verglich Pater Raj dann durchaus das Motorrad mit dem menschlichen Leben. So wie das Motorrad Sprit brauche, benötige auch der Mensch Energie – für manche sei dies Erfolg, aber sie könne auch aus dem Gefühl von „Wind im Gesicht und der Sonne auf der Haut“ bezogen werden.

Sprit um nur einen Buchstaben ergänzt sei dann Spirit, also Geist und dabei der Geist Gottes. Nicht nur in Indien sei Motorradfahren „mehr als nur Fortbewegung“: „Es ist das Gefühl von Freiheit.“ Freiheit sei aber nichts ohne Verantwortung. Freiheit ohne Verantwortung sei wie mit Vollgas fahren ohne Helm: „Deshalb halten wir Regeln ein, weil wir wissen wir sind nicht allein unterwegs. Man fährt gemeinsam und nicht gegeneinander.“ Es ist immer noch eher selten in katholischen Kirchen, dass eine Predigt häufiger von Applaus unterbrochen wird, wie während des Motorradgottesdienstes.

Nach dem Gottesdienst folgte eine Motorradsegnung mit Weihwasser. Danach machte sich der lange Korso, begleitet von Polizei und Ersthelfern ebenfalls auf Motorrädern, auf den Weg über Mittelrode nach Kleinlüder und von dort über Großenlüder nach Bimbach. Der Weg zum Domplatz führte dann über Lütterz, Kämmerzell und Horas. Überall standen winkende Zuschauer am Weg, die an den vielen verschiedenen Maschinen sichtlich ihre Freude hatten. Mit organsiert wird die Fahrt von der Biker-Union Fulda, deren Sprecher Sören „Wikinger“ Rieck-Andersen erklärte: „Dieses Jahr haben wir wieder eine sehr gute Beteiligung. Das Wetter spielt ja auch wieder mit. Der Motorradstammtisch Fulda der Biker-Union arbeitet seit 13 Jahren mit der Polizei zusammen. Wenn die zu wenig Motorräder haben, helfen wir als Ordner, so auch letztlich bei den BMW-Days und weiteren Ausfahrten.

Zufrieden äußerte sich Pater Raj nach Ende der Andacht auf dem Domplatz: „Das war eine schöne Erfahrung für mich. Ich bin seit neun Jahren in Deutschland und seit drei Jahren in Haimbach. Nach 2022 durfte ich heute zum zweiten Mal den Motorradgottesdienst halten. Es war wieder eine schöne Erfahrung. Die Leute wollen mitmachen und Gottes Segen bekommen. Man merkt die Freude an mit Gottes Segen, Motorrad zu fahren, und dann die Zeit miteinander und das schöne Wetter zu genießen.“