Zahlreiche Fahrradfahrer durchquerten den langen Tunnel und freuten sich über die leckeren Würstchen. Nachdem der Ansturm zur Tunnelöffnung im vergangenen Jahr schon sehr groß war, hatten die Gemeinden sich in diesem Jahr etwas anderes überlegt. „Wir hatten letztes Jahr nur 50 ‚Give-Aways‘. Die waren innerhalb von einer halben Stunde weg“, berichtete Hartwig Blum, Erster Beigeordneter der Gemeinde Petersberg, der in Vertretung für Bürgermeisterin Claudia Brandes am Grill stand. Er ergänzte: „Dieses Jahr haben wir uns gedacht, da müssen wir etwas mehr machen und haben 200 Würstchen im Angebot.“ Der Tunnel wird jedes Jahr über die kalten Monate geschlossen, da er Fledermäusen als Winterquartier dient. „Doch jetzt stören wir die nicht mehr“, sagte Ronny Günkel, Bürgermeister der Marktgemeinde Hilders: „Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue, wenn wir unseren Milseburgtunnel wieder öffnen können. Da bekommt die Strecke nochmal ein echtes Highlight.“ Der 27 Kilometer lange Milseburgradweg verbindet Petersberg-Götzenhof und die Marktgemeinde Hilders miteinander. Knapp 1,2 Kilometer davon geht es durch den Milseburgtunnel, der 2003 von einem Bahntunnel in einen Radweg umgewandelt wurde. „Da mussten wir auch echt dicke Bretter bohren, dass sich das umsetzen lassen hat damals“, erinnerte sich Blum.
Die Bürgermeister der drei anliegenden Gemeinden Hofbieber (Markus Röder), Petersberg (Claudia Brandes) und Hilders (Ronny Günkel) haben es sich zum Ziel gesetzt, den Radweg kontinuierlich zu verbessern. So soll im Laufe des Jahres auf Hofbieberer Seite ein Selfie-Point installiert werden. „Wir sind gerade auch dabei, die Bänke und Aufenthaltsräume zu erneuern“, berichtete Günkel: „In den kommenden Jahren soll auch der Radweg saniert werden.“ Im Frühjahr stehen außerdem Instandsetzungsarbeiten an der Winterumgehung an. Diese werde nach Ostern, für einige Wochen gesperrt, fügte Erster Beigeordneter Blum an.
