Vor sieben Wochen holte Milde in der Leichtathletikhalle in Stadtallendorf bei den Masters (Senioren) in der Altersklasse M50 die Hessenmeistertitel über 400 und 800 Meter. Vor gut fünf Wochen wurde er in der Leichtathletikhalle in Frankfurt-Kalbach bei den Masters Deutscher Meister über die 1500 Meter. Bereits einen Tag später wurde dann auch schon wieder für das große Ziel der Teilnahme an der „Masters Hallen-Weltmeisterschaft“ in Florida trainiert. Die Bedingungen dort waren ganz andere als im deutschen Winter, wo es bei Hallenwettkämpfen in der Regel drinnen warm und draußen kalt ist. In Gainesville herrschten draußen richtig schwülwarme Temperaturen um die 30 Grad, die Temperaturen in der Halle waren über Klimaanlagen heruntergekühlt. Für Läufer sehr gute Bedingungen, die Zuschauer mussten sich warm einpacken. Die Halle war riesig: Neben den Zuschauerbereichen, gab es eine 200 Meter lange Rundbahn mit sechs Bahnen, einen achtbahnigen 60-Meter-Sprintbereich, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen.
Auf den Wettkampf vorbereiten war in der Halle nicht möglich. Draußen aber auch nicht, weil es dort einfach zu warm war. Aber man weiß sich ja zu helfen, Warmmachen im Parkhaus war die Lösung. Für das Rennen über die 3000 Meter der Altersklasse M50 waren 20 Athleten gemeldet. Es gab zwei Läufe, mit je zehn Athleten. Milde war im zweiten, dem Lauf mit den schnelleren Läufern, an der Reihe. Im ersten Lauf lag die Spitzenzeit bei 9:20,27 Minuten, gelaufen von Brent Brodie, Großbritannien und Nordirland. In Mildes Rennen wurde schnell angegangen. 600 Meter lang war er gut dabei. Die folgenden 2400 Meter lief er dann sein eigenes Rennen. Er spulte seine Runden sehr konstant ab und kam als Sechster seines Laufs ins Ziel. Die Zeit 10:02,43 Minuten bedeutet in der Endabrechnung Platz acht bei der Weltmeisterschaft und Platz eins in der Deutschen Hallenbestenliste 2025. Die 3000 Meter gewann Francis Kipkoech Bowen aus Kenia in neuer Weltrekordzeit von 8:36,23 Minuten. Der Zweite, Gregory Mitchell aus den USA lag schon 31,62 Sekunden dahinter.
Milde war super zufrieden mit seinem Rennen. Mit einem sehr guten Gefühl konnte er die Rückreise antreten, der Kurztrip nach Florida hatte sich absolut gelohnt und war ein schöner Abschluss der Hallensaison für ihn.
