Lokales FD 06.04.2025

Linke Stadtverordnete vertritt AfD im Ausschuss – Rücktritt gefordert

Fulda (as) – Für einiges an Verwunderung sorgte am Montagabend eine Mitteilung bei der Stadtverordnetenversammlung in Fulda: Dr. Bettina Licht, welche als Abgeordnete für die Partei Die Linke gewählt wurde, vertritt künftig die AfD im Ausschuss für Soziales, Familie und Jugend. Der Landesvorsitzende der Linken in Hessen forderte in den sozialen Medien kürzlich ihren Rücktritt.

Dr. Bettina Licht. Archivfoto: Stefan Krug

Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann hatte während der jüngsten Sitzung die Mitteilung vorgetragen, was für Gemurmel in den Reihen der Anwesenden sorgte. Licht selbst hatte sich für die Versammlung im Vorfeld abgemeldet. Weitere Reaktionen zu der Regelung hatte es nicht gegeben. Die Linken-Stadtverordnete rückt für Pierre Lamely (AfD) in den Ausschuss nach, welcher bei der Bundestagswahl ein Mandat über die Landesliste erreichte. Licht war 2023 in die Stadtverordnetenversammlung für die Linke nachgerückt und ist aktuell fraktionslos.

Im Online-Medium X (ehemals Twitter) hat sich Jakob Migenda, Landesvorsitzender von Die Linke in Hessen, kritisch über diese Personalie geäußert. Er betonte, dass seine Partei niemals mit der AfD zusammenarbeite. Entsprechend sei Bettina Licht aufgefordert worden, ihr Mandat zurückzugeben. Die AfD-Fraktion in Fulda hingegen freut sich über die Zusammenarbeit mit der fraktionslosen Licht künftig zusammenarbeiten wie es in einer Pressemitteilung heißt. Es habe sich herausgestellt, dass „eine inhaltliche Zusammenarbeit in wichtigen sozialpolitischen Fragen möglich und sinnvoll ist.“