Lokales FD 19.04.2025

Lautes Klappern auf den Straßen – Kinder setzen Tradition fort

Eichenzell (as/pm) – Krach- und Klappergeräusche erfüllten am Karfreitag die Straßen in den Ortsteilen von Eichenzell und anderen Gemeinden im Landkreis Fulda. Es waren wieder viele Klapperkinder unterwegs und setzten damit eine alte kirchliche Tradition fort.

Foto: Christine Görlich

Foto: Victoria Weber

In Regenjacken und mit Holzklappern in den Händen trotzten die Kinder dem eher bewölkten Wetter. In Gruppen ging es durch die Nachbarschaft, beispielsweise in Eichenzell und Löschenrod. In Eichenzell hatten die Kinder zuvor noch den Schmuck weggeräumt und das Kreuz verhüllt. Im Altarbereich war außerdem eine Dornenkrone mit Rosenblättern auf einem weißen Tuch platziert worden, als Symbol für das Leid von Jesus. Eine Besonderheit in diesem Jahr war die Osterkerze, die von den jungen Menschen selbst gestaltet wurde. Am Karfreitag und Samstag vor Ostern werden die Kirchenglocken nicht geläutet. Das Klappern dient dazu, die Menschen an die Gebets- und Messezeiten zu erinnern.

 

26 Klapperkinder der Pfarrgemeinde St. Matthäus ziehen an Karfreitag und Karsamstag durch die Straßen von Steinbach. Damit setzen sie eine alte christliche Tradition fort. Die Steinbacher Messdiener, unterstützt von zwei Kommunionkindern, ersetzen mit ihren Holzklappern wie in vielen anderen Orten die Kirchenglocken und erinnern die Gläubigen an Gottesdienst und Gebet.

Klapperkinder unterwegs. Fotos: Christine Görlich, Manuela Langstein