Die Vernissage findet am heutigen Mittwoch um 15 Uhr im Mehrzweckraum der Einrichtung statt. Besichtigungen sind bis zum 29. Juni jeweils freitags, samstags und sonntags zwischen 14.30 und 17.00 Uhr möglich. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 0661/3801-0 wird gebeten.
Künstlerischer Werdegang von Norbert Gehring
Bereits in der Schule wurde das Interesse an der Malerei des Jugendlichen Norbert Gehring durch einen Kunstlehrer, der es verstand, zu begeistern, geweckt. Schon damals wuchs der Wunsch, sich im künstlerischen Bereich vertiefend ausbilden zu lassen und er besuchte Volkshochschulkurse. Doch nach dem Abitur in Fulda ging es erstmal zum Studium an die TU nach Darmstadt und für das Malen blieb wenig Zeit. Über die Illustrierte Quick erfuhr er von der Möglichkeit eines Fernstudiums „Malen und Zeichnen“ von einer Agentur in Paris und meldete sich sogleich hierfür an. Nachdem die Prüfung zum Bauingenieur geschafft war, er mittlerweile seine Ehefrau kennengelernt hatte und die erste Arbeitsstelle in Borken angetreten hatte, nahm er den Künstlerfaden wieder auf und trat das Fernstudium an. Hierfür erhielt er damals noch klassisch per Post Lernmaterial und Aufgaben und schickte dann seinerseits das Material, das er erarbeitet hatte nach Paris. Dann kamen die Arbeiten korrigiert wieder nach Hessen zurück.
Da die berufliche Einbindung jedoch immer stärker wurde, war es ihm nicht möglich das Studium abzuschließen. Im Jahr 1972 zog er dann mit Familie wieder zurück in die alte Heimat Fulda und bekam eine Anstellung in der Firma Fehling. In 1978 machte er sich dann selbständig. Das Thema Malen und Kunst begleitete ihn weiter in seiner Freizeit. In Fulda stand er in Kontakt mit einigen Kunstlehrern, die auch VHS Kurse gaben und ließ sich von diesen weitere Anregungen geben. Es entstanden über die Jahre hunderte von Bildern und Gehring erschloss sich das Arbeiten mit Pastellkreide. Mit insgesamt 600 Farben arbeitete er. Gehring wurde Mitbegründer des Fuldaer „Künstlerbundes“ der sich später zum „Kunstverein Fulda“ umbenannte.
Auf die Frage, was die Kunst für ihn bedeutet, bestätigt er, dass es die Faszination sei, mit den „eigenen Händen“ etwas schaffen zu können. Viel Anklang finden seine Bilder. Er hat an unzähligen Ausstellungen teilgenommen und erhielt immer sehr positives Feedback. Auch zum Josefsheim bestehen schon länger gewachsene Verbindungen: Seine Mutter war als Bewohnerin von 2000 bis 2007 in der Einrichtung. Damals wurden von Sr. Ingeberga Ausflüge zu den Ausstellungen von Gehring organisiert.
