Nach einer spielfreien Woche in der Hessenliga konnte der HSV am Wochenende etwas runterschalten. In den kommenden Tagen wird die Intensität nun wieder erhöht, und auch das Pensum: „Wir wollen intensiv und umfangreich trainieren, machen auch am Samstag nochmal Training“, betont Trainer Johannes Helmke. In der Hessenliga spielt Hünfeld am Wochenende wieder nicht, plant dafür am Dienstagabend dann noch ein Testspiel zuhause gegen die Barockstadt-U23.
Doch zunächst ruft der Pokal: Formsache dürfte der Finaleinzug sein, wenn der Hessenligist beim Kreisoberligisten aufschlägt. Und auch wenn auf Kreisebene nicht fünfmal gewechselt werden darf, „werden wir wahrscheinlich einen großen Kader mitnehmen“, so Helmke: „Die Anreise ist ja nicht ganz so weit“. Ein paar Kilometer sind es lediglich, und in Burghaun will der HSV-Coach dann neben dem Weiterkommen auch spielerische Dominanz, Laufleistung und Tore sehen. Mark Zentgraf weilt noch im Urlaub, ansonsten werden die Trainingseindrücke abgewartet – welche Spieler dann letztlich auflaufen und welche womöglich nebenan eine Einheit absolvieren werden.
Gibt es keine Verlängerung, ist das Pokal-Halbfinale gegen 20.20 Uhr beendet. Sicherlich wird danach noch eingekehrt. „Ich habe gehört, in Burghaun gibt es viele Eintracht-Fans“, schmunzelt Helmke – die Frankfurter spielen abends Europa League gegen Tottenham. Und der Hünfelder Trainer weiß auch, „dass Burghaun solche Pokalspiele gut organisieren kann“.
Burghauns Gegner „vernagelt“ das Tor
Bei RWB ist die Stimmung aktuell etwas getrübter: Drei Spiele in Folge verlor Burghaun zuletzt im Abstiegskampf der Kreisoberliga Nord, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt einen Punkt. Beim 0:1 am vergangenen Sonntag gegen Weiterode geriet das Team von Martin Pachowski früh durch einen Standard in Rückstand – danach spielte es Gegner ESV auf seine typische Weise runter. „Pascal Nagel – mehr braucht man eigentlich nicht sagen“, hadert der Trainer im Nachhinein: Weiterodes Keeper hatte fünf, sechs 100-Prozentige vereitelt. „Wenn der Gegner schon einen sehr guten Torhüter hat, und dann noch einen Sahnetag erwischt, ist es schwer. Wir sind dem 0:1 hinterhergelaufen“, bedauert Pachowski.
Wichtiger als das Pokalspiel ist für Burghaun natürlich das direkte Duell bei der FSG Jossatal nach Ostern. Dann erhofft sich der Coach auch Rückkehrer wie Stoz und Plutz zurück, denn in der Offensive fehlte es zuletzt an Durchschlagskraft. Für das Duell mit Nachbar Hünfeld sei die Devise hingegen: „Wir wollen so wenige Gegentore wie möglich kassieren und danach vielleicht ein paar Bierchen trinken und die Stimmung hochhalten. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt, und dann schauen wir wieder auf die Liga“. Zwar gebe es durchaus bessere Zeitpunkt für ein Pokalspiel – zumindest sportlich – so Pachowski: „Aber für den Verein ist das natürlich eine super Sache. Es gibt Einnahmen und hoffentlich eine gute Kulisse“.
Das zweite Halbfinale im Wettbewerb wurde nun übrigens auf kommenden Dienstag (19.30 Uhr) terminiert: Am 22. April spielt dort der FSV Pfordt gegen Steinbach.
