FT und Sickels: Bald beide in der Gruppenliga?
Geht eigentlich noch mehr? FT Fulda freut sich als Tabellenzweiter auf das Spitzenspiel gegen die SG Sickels. Während die Turner noch Punkte für den Relegationsrang brauchen, marschierte die SGS nach 24 Partien bis auf elf Punkte weg. Für Trainer Francisco Martinez ein Beweis der Konstanz: „Wir sind durch unsere schwierigen Phasen vielleicht besser durchgekommen als FT. Aber ich denke schon, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird. Die Vorfreude ist schon sehr, sehr groß, auf solche Spiele fiebert man als Fußballer hin“. Es ist zumindest der größte Stein, der noch im Weg liegt, für die SGS: „Wenn wir das gewinnen, werden wir uns das auch nicht mehr nehmen lassen“, so Martinez, der durchaus genauer auf die Tabelle schaut und weiß, dass zwei Siege reichen würden. Aber: „Wenn wir verlieren sollten, war der Gegner wahrscheinlich besser. Und dann müssten wir unsere Batterien nochmal wechseln“.
Levi Meusel konnte bei Sickels Anfang der Woche noch nicht trainieren und dürfte fraglich sein, Leonhard Rech ist langsam wieder auf dem Weg der Besserung nach monatelangem Fehlen, aber noch angeschlagen. Ebenfalls freut sich Martinez, dass Niklas Budesheim seit vier Wochen wieder im Training ist – bei ihm ist sogar ein Kurzeinsatz im Spitzenspiel drin. Leandro Wess ist hingegen noch angeschlagen, Cedric Bickert ohnehin noch kein Thema, aber auch er mach nach Kreuzbandriss Fortschritte und stimmt den Coach froh für die neue Saison, wenn auch Tim Budesheim wieder einsteigen will. Solange noch nichts in trockenen Tüchern ist, wolle Martinez aber noch nicht von der Gruppenliga sprechen, auch aus Respekt vor den Kontrahenten. Aber das war das klare Ziel – und da ist natürlich auch ein gewisser Druck beim Trainer da, keine Frage. Aber wir sind nah dran und werden das Spiel bei FT jetzt zu 100 Prozent ernst nehmen, und wollen definitiv gewinnen“. Warmgeschossen hatte sich die SG Sickels jedenfalls vor Ostern schon beim 10:0 gegen Lüder-Schwarzatal und kommt mit der Empfehlung von sieben Siegen nach der Winterpause.
Doch das ist noch längst nicht alles, was die KOL Mitte am Wochenende, besser gesagt am Sonntag, zu bieten hat: Die letzten sind fast unter sich, wenn die Spvgg. Bimbach den TSV Pilgerzell empfängt und Lüder-Schwarzatal gegen Dipperz/Dirlos nach dem allerletzten Strohhalm greift. Margretenhaun liegt aktuell punktgleich mit Dipperz/Dirlos auf dem Relegationsrang und muss die hohe Hürde beim SV Müs nehmen, der sich – bei einer Niederlage von FT – noch Chancen auf die Aufstiegsrelegation ausrechnen darf.
Relegations-Vorentscheidung im Norden?
Dass die SG Dittlofrod/Körnbach in der KOL Nord aktuell auf Tabellenplatz zwei steht, hatten womöglich einige auf dem Zettel. Dass aber die SG Friedewald/Ausbach noch mitten im Rennen um die Aufstiegs-Relegation ist und mit einem Heimsieg im direkten Duell am Sonntag auf zwei Punkte herankommen kann, wohl weniger. Doch im Team stimmt es absolut, freut sich auch Trainer Dominik Schütrumpf: „Wir haben eine super Beteiligung, am Freitag sind 30 Mann im Training, beide Kader sind voll für das Wochenende. Auch die Stimmung in der Mannschaft ist super“. Auch vom 1:2 vor Ostern beim Spitzenreiter Niederaula lässt sich Friedewald/Ausbach das nicht verderben, schließlich legte das Team zuvor eine Mega-Serie hin. „Auch wenn es am Ende verdient und die Rote Karte gerechtfertigt war, war es natürlich ärgerlich, wie die Niederlage zustande kam“, so der Coach.
Die Serie der SG Friedewald/Ausbach reichte zuvor quasi zurück bis in den Oktober, wo Schütrumpf beim 1:4 – ausgerechnet in Dittlofrod – „die schlechteste erste Halbzeit der Saison“ sah: 0:3 lag sein Team dort nach 45 Minuten hinten, mehr Gegentore waren möglich. „Wir wissen, wie sie spielen, und werden uns sehr gut darauf einstellen. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen“, hat der Tabellendritte noch eine Rechnung offen. Die Rechnung in der Tabelle ist derweil einfach: Sollte die SGDK den Auswärtssieg holen, wären es acht Punkte Vorsprung bei dann noch fünf Spielen. Sollte Friedewald/Ausbach gewinnen, ist mit zwei Punkten Differenz wieder alles offen. „Dann wäre patzen verboten“, so Schütrumpf, der den Fokus aber zunächst voll und ganz auf Sonntag richtet. Es trifft das zweitbeste Heimteam auf das zweitbeste Auswärtsteam der Liga – jeweils hinter Spitzenreiter Niederaula/Kerspenhausen. Gesperrt fehlt den Hausherren allerdings Ziyat Kaval.
Sollte der Tabellendritte das Topspiel ziehen, ist der Weg für eine Meisterschaft der SG Niederaula/Kerspenhausen geebnet. Zwar scheint der Primus schon jetzt uneinholbar, doch mit einem Sieg bei Eiterfeld/Leimbach II wäre der vorletzte Schritt gemacht. Im Tabellenkeller knistert es derweil auch ordentlich: Bei den Duellen Rotenburg gegen Cornberg, Jossatal gegen Burghaun und Michelsrombach gegen Haunetal sind die letzten Sechs unter sich. Spannung pur im Norden!
Vogelsberger Minimalisten bei taumelndem SV Schweben
Die Jungs der FSG Vogelsberg sind zu Minimalisten geworden: Auf das 2:1 gegen Huttengrund folgten vor Ostern noch je ein 1:0 im Derby bei Lauter und ein 1:0 gegen Bellings/Hohenzell. „Ganz ehrlich? In der Lage, in der wir sind, ist es relativ egal, wie wir die Spiele gewinnen“, macht Spielertrainer Fabian Lehmann deutlich: „Wir haben im Moment einfach einen brutalen Lauf, sind zwar minimalistisch geworden, aber dafür stand hinten eben auch die Null. Die Vorgabe von drei Punkten war immer erfüllt“, lobt Lehmann, der ohnehin von seinem gesamten Kader schwärmt. Auch am Wochenende habe er zwei Ausfälle privater Natur. „Das ist zwar schade, aber wir haben den Luxus, dass wir ansonsten aus dem Vollen schöpfen können. Das macht uns aktuell aus, dass mindestens ebenbürtige Jungs nachziehen“. Wie die Siege zustande kommen, sei Lehmann auch im Saisonendspurt dann egal, bei dem nun erstmal der abstiegsbedrohte SV Schweben wartet. Und damit eine große Aufgabe: „Sie werden alles reinhauen, sie sind ja zum Punkten verdammt. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Es wird viele Zweikämpfe auf dem kleinen Platz geben und wir stellen uns auch darauf ein“, so Lehmann.
Zehn seiner bisher 21 Punkte holte der SV Schweben in den ersten vier Saisonspielen, nach dem bärenstarken Auftakt stürzte das Team etwas ab, während nun die Konkurrenz, ob aus Bellings, Grimmstadt, Löschenrod oder auch Lauter punktete, teilweise in den direkten Duellen. Umso wichtiger wird das Heimspiel für den SVS, der einen Punkt hinter dem Relegationsrang liegt. Die untere drei der KOL Süd fordern am Wochenende übrigens die Top Drei: Löschenrod empfängt den Tabellenzweiten Rückers, und Schlusslicht Rommerz reist zum Drittplatzierten nach Thalau – alles parallel am Sonntag ab 15 Uhr.
Kreisoberliga Mitte
Sonntag
15 Uhr
Bimbach – Pilgerzell
Edelzell/Engelhelms – Marbach/Dietershan (in Edelzell)
Hilders/Simmershausen – Petersberg (in Simmershausen)
Lüder-Schwarzatal – Dipperz/Dirlos (in Blankenau)
FT Fulda – Sickels
Hünfelder SV II – Bachrain
Reulbach/Brand – Borussia Fulda (in Brand)
Müs – Margretenhaun
Kreisoberliga Süd
Sonntag
15 Uhr
Lauter – Rothemann (in Frischborn)
Bellings/Hohenzell – Welkers (in Hohenzell)
Schweben – Vogelsberg
Weyhers – Grimmstadt
Thalau – Rommerz
Gundhelm/Hutten – Hosenfeld (in Gundhelm)
Löschenrod – Rückers
Huttengrund – Mittelkalbach (in Eckardroth)
Kreisoberliga Nord
Samstag
15.30 Uhr
Weiterode – Wölf
Sonntag
15 Uhr
Michelsrombach/Rudolphshan – Haunetal (in Rudolphshahn)
Gudegrund – Kiebitzgrund/Rothenkirchen (in Niedergude)
Hohe Luft – SV Steinbach II
Rotenburg/Lispenhausen – Cornberg/Rockensüß (in Rotenburg)
Jossatal – Burghaun (in Hattenbach)
Friedewald/Ausbach – Dittlofrod/Körnbach (in Friedewald)
Eiterfeld/Leimbach II – Niederaula/Kerspenhausen (in Leimbach)
