„Es war schon längere Zeit klar“, verrät der Trainer, wollte aber den richtigen Zeitpunkt abwarten, um die Zusage zu kommunizieren: „Der ist schwer zu finden. Wir wollten gut in die Rückrunde kommen, leider haben wir das nicht ganz geschafft“, hadert Marko Karamatic mit der Ausbeute nach der Winterpause. Zuletzt ging das Stadtduell bei FT Fulda mit 0:1 verloren, doch das soll die aktuelle Saison nicht schmälern. Und das Feuer im Trainer auch nicht: „Wir spielen immer noch eine gute Runde mit Platz vier. Es geht um die Zusammenarbeit mit der Mannschaft – und da verspüre ich immer noch große Freude daran, mit den Jungs zusammen zu arbeiten“, betont Karamatic: „Wir haben in dreieinhalb Jahren schon viel bewegt. Aber ich finde, wir sind noch nicht am Ende unserer Entwicklung.“
Er selbst habe noch die Energie, eine fünfte Saison bei den Borussen dranzuhängen. Ob es im kommenden Jahr reicht, einen Aufstieg in die Gruppenliga anzugehen, sei abzuwarten: „Wir gucken von Jahr zu Jahr, auf die Tabelle schaut im Moment erstmal keiner“. Bei neun Punkten Rückstand auf Rang zwei wolle der SCB die aktuelle Saison erst einmal erfolgreich zu Ende bringen: „Wir wollen die maximale Ausbeute einfahren, gehen die letzten Spiele ohne Druck, aber mit der nötigen Ernsthaftigkeit an“, will Karamatic alles sehen, „was dazugehört“. Viele Punkte ließ Borussia in engen Spielen unglücklich liegen, doch der Trainer geht voran: „Es gilt, nach Rückschlägen weiterzumachen. So ist das im Leben und im Fußball. Die Leute vergessen auch manchmal, dass wir vor der Saison einen großen Umbruch hatten. Einige sind gegangen, viele neu gekommen. Das braucht seine Zeit“.
Zuletzt gab es zumindest große Personalnot bei den Borussen: Nach der Winterpause hatte sogar Peter John ausgeholfen, der in den Spielen gegen Sickels (1:2); Dipperz/Dirlos (2:0) und Lüder-Schwarzatal (6:0) satte fünf Tore erzielte – und das mit einer Schulterverletzung. Vor wenigen Tagen wurde er operiert, parallel übernahm er im Winter schon die Rolle des Trainers der zweiten Mannschaft, die in Spielgemeinschaft mit Johannesberg antritt. Allerdings gab es auch dort riesige Personalsorgen, gegen Haimbach konnte die SG zuletzt keine Mannschaft stellen.
John selbst ist 40 Jahre alt geworden und lässt offen, ob er auf den Fußballplatz zurückkehrt. „Ich will erstmal gesund werden. So ein Sehnen-Riss in der Schulter, das dauert schon ein bisschen. Ich mache mir da gar keinen Druck und weiß nicht, wie es weitergeht“. Auch seine Familie sei froh, wenn er künftig kürzertrete, und John schmunzelt zum Fußballerischen: „Jetzt dürfen die Jüngeren mal ran“.
