Lokales 16.04.2025

„Kissinger Hütte 2.0“ in Planung – Pächter überwältigt von Solidarität

Sandberg (as) – Die Anteilnahme reißt nicht ab: Rund einen Monat nach dem verheerenden Brand der Kissinger Hütte im unterfränkischen Sandberg blicken die Akteure optimistisch in die Zukunft. Die Pächter berichten von einer großen Welle an Solidarität und zahlreichen Spenden, die Hoffnung geben. Auch der Rhönclub Zweigverein Bad Kissingen ist guter Dinge, was die Planungen für die neue „Kissinger Hütte 2.0“ angeht.

Die Geschwister Diana und Dennis Tisma vor der zerstörten Kissinger Hütte. Foto: privat

Da war noch alles gut: Die beliebte Hütte vor dem Großbrand. Fotos: Rhönklub Zweigverein Bad Kissingen

Dann das tragische Ereignis: Die Hütte brannte lichterloh. Archivfoto: Sebastian Gerr, Feuerwehr Bad Brückenau

Diana Tisma, die zusammen mit ihrem Bruder Dennis Tisma als Pächter-Duo die Kissinger Hütte betrieben hatte, hat am 18. März einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Um 5 Uhr in der früh wurde sie informiert, dass die Kissinger Hütte in Flammen stand: „Da ist eine Existenz verloren gegangen.“ Umso dankbarer ist sie deshalb für die enorme Welle der Solidarität, welche im Nachgang zum Brand folgte. Unter anderem wurde ein Benefizkonzert organisiert, zu dem die Alphornbläser Schwarze Berge, die Lautertaler Alphornbläser und die Rhöner Alphornklang eingeladen hatten. „Es waren hunderte von Gästen da, die Anteilnahme war hoch“, schildert Tisma. Sie bedankte sich während des Konzerts bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern. Ein besonders großes Lob ging dabei an die Einsatzkräfte beim Brand: „Die haben wirklich alles gegeben.“

Insgesamt ist die Pächterin überwältigt von den Spenden: „Da kommt einiges zusammen.“ Die Anteilnahme würde zeigen, dass die Kissinger Hütte ein Traditionshaus mit zahlreichen Stammgästen sei. Für diese Menschen will sie gerne weitermachen und plant bereits an einem Konzept, um die Zeit bis zum Neuaufbau der Hütte zu überbrücken. Sofern möglich solle im Sommer ein kleines kulinarisches Angebot mit Getränkewagen und Grillstation verwirklicht werden. Vorher gebe es noch einige Herausforderungen zu klären, da es aktuell an Strom und Wasser fehle, so Tisma. Sie erzählt, dass sich bereits einige Unternehmen mit Hilfsangeboten für das Gastro-Angebot gemeldet hätten: „Es ist wirklich der Wahnsinn.“ Dank der Unterstützung können auch die Mitarbeitenden weiter beschäftigt werden, freut sich die Pächterin.

Die Hütte solle definitiv wieder aufgebaut werden, hatte Manfred Egert, Erster Vorsitzender des Rhönclub Zweigvereins Bad Kissingen, bereits einige Tage nach dem verheerenden Brand optimistisch berichtet. Aktuell würden noch Brandschäden vor Ort weggeräumt werden, teilt er mit. Der Zweigverein befinde sich parallel dazu in der Planungsphase für den Neubau. Zwei Architekturbüros seien damit beauftragt worden, Konzeptpläne für die Kissinger Hütte vorzustellen. Sobald diese vorliegen, würde eine Entscheidung zum künftigen Neubau gefällt. Er erzählt von einem massiven Zulauf für den Förderverein „Freunde der Kissinger Hütte“ nach dem schrecklichen Feuer. Die Spendenbereitschaft sei allgemein sehr groß, was ihn glücklich stimmen würde.