Bischof Dr. Michael Gerber und der neue Generalvikar, Dr. Martin Stanke, nahmen an der Versammlung teil und begleiteten die Beratungen. In seinem Grußwort machte der Bischof auf die gesellschaftlichen Herausforderungen aufmerksam und konstatierte, dass es Zeugen der Hoffnung brauche. Er berichtete auch von beeindruckenden Begegnungen, unter anderem mit einem Erzbischof aus Syrien, der trotz widrigster Umstände seinen Glauben lebendig hält.
Die Mitglieder der Vollversammlung befassten sich über die zwei Tage intensiv mit den Ergebnissen einer allgemeinen Umfrage an den Katholikenrat. Aus den Rückmeldungen ergaben sich zentrale Themen, die nun in den neu gegründeten Projektgruppen bearbeitet werden. Dazu gehören unter anderem der Wunsch nach gelebter Synodalität, die Gefährdung der Demokratie und die Verbesserung des Kirchenbildes in der Öffentlichkeit. Auch der Umgang mit der Missbrauchsstudie des Bistums, die vor den Sommerferien veröffentlicht werden soll, wird von einer Projektgruppe bearbeitet. Der stellvertretende Vorsitzende, Patryk Windhövel, betonte: „Wir müssen klare Positionen beziehen und konkrete Handlungsoptionen entwickeln – etwa zum Thema Missbrauch- und allgemein zur öffentlichen Wahrnehmung der Kirche. Unser Ziel ist es, als Katholikenrat Orientierung zu bieten.“
Zudem gab es personelle Veränderungen: Andreas Hesse wurde als neues Mitglied in den Katholikenrat, Florian Ronge in die Schlichtungsstelle für Pfarreiräte gewählt. Im Bereich der digitalen Zusammenarbeit geht der Katholikenrat neue Wege: Künftig wird das Tool „Churchdesk“ für eine effektivere Kommunikation genutzt.
Die Frühjahrsvollversammlung zeigte, dass der Katholikenrat fest entschlossen ist, Herausforderungen aktiv anzugehen und neue Chancen zu gestalten. Mit agilen Arbeitsweisen, klaren Zielvorgaben und einem starken Engagement seiner Mitglieder wird die Arbeit der kommenden Monate geprägt sein.
