Lokales FD 10.04.2025

Jom Ha’Shoa: Erstmals Treffen und Erinnerung am Bahnhofsplatz

Fulda (pm/fp) – Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit erinnert am Donnerstag, 24. April, erstmals an den Jom Ha’Shoa, der in Israel ein kollektiver Gedenktag ist. Alle Fuldaer Kirchenglocken werden läuten. Auf dem Bahnhofsplatz werden außerdem ab 10 Uhr die Namen der ermordeten Fuldaer Juden verlesen und für sie gebetet.

Am Jom Ha‘Shoa gedenkt Israel der Opfer der Shoa und des jüdischen Widerstands gegen das NS-Regime. Das ganze Land steht für zwei Minuten still – für ein kollektives Gedenken an die sechs Millionen Juden, die in der NS-Zeit ermordet wurden.

Sirenen heulen, der Verkehr stoppt, die Fahnen wehen auf Halbmast. In Fulda gedenken die GCJZ nun erstmals ebenfalls dieses Tages. Als Zeichen der Solidarität erklingt das Glockengeläut aller Fuldaer Kirchen. Gemeinsam mit Anja Listmann, der Beauftragten für Jüdisches Leben in Fulda, verliest die GCJZ die Namen der ermordeten Fuldaer Juden und spricht ein Gebet für sie. „Jeder Mensch hat einen Namen – solange wir uns erinnern, wird niemand je vergessen sein“, erklärt Vorsitzende Jutta Hamberger.