Fußball 28.04.2025

Hessenliga – Walldorf zu stark – HSV seit vier Spielen sieglos

Mörfelden-Walldorf (jah) – Der Hünfelder SV hatte in der Fußball-Hessenliga seit Anfang April spielfrei. Beim ersten Ligaspiel seit über drei Wochen war für das Team von Johannes Helmke auswärts beim neuen Tabellenzweiten RW Walldorf aber nichts zu holen. 1:4 (0:1) hieß es am Ende aus Sicht der Haunestädter.

Archivfoto: Christine Görlich.

„Insgesamt ist das ein verdienter Sieg für Walldorf. Sie waren besser, haben mit mehr Intensität gespielt. Walldorf steht zurecht da oben“, so das kurze Fazit von Johannes Helmke, mit dem aber eigentlich alles gesagt war. Zumindest ergebnistechnisch aber entscheidend waren auf dem kleinen Walldorfer Kunstrasenplatz die Minuten vor und nach der Pause. Tim Grünewald markierte mit einem Schuss aus der Drehung zunächst das 1:0 – was eigentlich überfällig war, hätte Hünfeld mit Jannis Maul nicht den besten Spieler auf dem Platz gehabt. Mehrfach wuchs der Keeper über sich hinaus, hielt seinem Team das 0:0. Nach 40 Minuten musste sich dann aber auch er geschlagen geben. Ein Führungstreffer, der ohne Frage verdient war, dessen Zeitpunkt kurz vor dem Seitenwechsel für Helmkes Team natürlich trotzdem bitter war. Und als wäre das nicht genug gewesen, schlugen die Gastgeber nach dem Seitenwechsel noch zwei Mal zu und entschieden die Partie so quasi in wenigen Minuten. Jannis Hartmann traf zunächst per Flachschuss (47.), keine 120 Sekunden später machte Kian Rebner den Deckel drauf. So schien es zumindest, bis eben jener Rebner dem Spiel doch nochmal eine Wendung geben sollte. Kevin Krieger konnte er im Strafraum nur per Notbremse stoppen – Elfmeter für den HSV und Platzverweis. Der gefoulte Krieger trat selbst an, verwandelte souverän und hauchte dem Spiel neues Leben ein – einem Spiel, dass RW Walldorf bis dahin fast komplett kontrollierte. „Da kann das Spiel kippen, die Rote Karte hat die Partie verändert“, erkannte auch Helmke

Die Gäste drängten nun auf den Anschlusstreffer, erspielten sich auch einige Hochkaräter, allen voran der überragende Krieger. Doch Walldorfs Schlussmann Denis Wieszolek wollte wohl unter Beweis stellen, dass er Jannis Maul im HSV-Kasten in nichts nachsteht: Vor allem Krieger verzweifelte an den Reaktionen des Torhüters, aber auch seine Mannschaftskollegen konnten Wieszolek nicht mehr überwinden. So hielt der Torwart bis in die Schlussphase das 3:1, ehe sich Hünfeld im Spielaufbau noch einen Fehler leistete und Benedikt von Hagen das aus über 40 Metern bestrafte – diesmal war auch Maul machtlos. Fraglos ein schönes Tor, am Spielausgang änderte das jedoch nichts mehr. Der HSV kämpfte sich zurück, unter dem Strich ging Walldorf aber verdient als Sieger vom Platz. Dagegen konnten auch Jannis Maul und Kevin Krieger letztlich nichts machen. „Wir hatten nach dem 1:3 nochmal einige Chancen, treffen unter anderem auch zwei Mal die Latte. Natürlich hält auch der Keeper überragend. Vielleicht war es letztendlich das eine Tor zu viel. Trotzdem müssen wir anerkennen, dass Walldorf heute schlicht und einfach besser war“, so Helmke abschließend.

Walldorf: Wieszolek; Metzler, von Hagen, Vött, Grünewald, Hartmann, Kallo (72. Kruse), Redl, Fröls, Rebner, Jaadar.

Hünfeld: Maul; Witte (37. Gadermann), Häuser, Zöll, Dücker, Vogler, Uth, Fröhlich, Krieger, Kocak (46. Hussain), Trägler.

Schiedsrichter: Simon Wecht (SV Fürth)

Tore: 1:0 Tim Grünewald (40.), 2:0 Jannis Hartmann (47.), 3:0 Kian Rebner (49.), 3:1 Kevin Krieger (61.), 4:1 Benedikt von Hagen (89.)

Zuschauer: 310

Rote Karte: Kian Rebner (Walldorf, 60.) wegen Notbremse