0:3 gegen den direkten Konkurrenten aus Weidenhausen – wer am Sonntag nicht im Mühlengrund zugegen war, könnte in Verlegenheit kommen, dem SVS nach diesem Rückschlag einen Abstieg schon anzudichten. „Aber ich war alles andere als enttäuscht mit der Art und Weise“, sagt Trainer Petr Paliatka – nicht zum ersten Mal in dieser Saison: „Wir müssen gar nicht viel ändern, nur vorne die Tore machen und hinten keine Fehler anbieten“.
Paliatka spricht von keiner einfachen Zeit, die seine Steinbacher durchmachen. Trotz guter Leistung, gerade in der ersten Halbzeit, gab es aber keine Punkte. Und die wären so wichtig im Abstiegskampf gewesen. „Es ist ja so ein altes Ding: Wenn du unten drin stehst, passieren Sachen“. Beim 0:2 half der Pfosten beispielsweise mit, vorne geht dem SVS derzeit die Kaltschnäuzigkeit ab.
„Es war nicht so, dass einer schlecht gespielt hätte. Natürlich sind wieder individuelle Fehler passiert, aber ich freue mich aktuell, wenn ich sehe, wie wir auftreten. Dass wir vorne die Chancen nicht nutzen, macht ja auch keiner mit Absicht“, bleibt Paliatka hoffnungsvoll und richtet den Blick nach vorne. Es bleibt Steinbach nichts anderes übrig: Am Gründonnerstag geht es zuhause gegen Baunatal weiter. Der KSV spielt eine starke Rückrunde, hat sich aller Sorgen frühzeitig entledigt und dabei auch den SVS im Hinspiel Ende Februar (2:1) geschlagen.
Ob der Druck nun etwas weniger wird, dadurch dass wohl kaum jemand mit Steinbach rechnet, gegen einen KSV Baunatal, der fünf Siege in Folge holte und sich nun sogar mit der Relegation beschäftigen darf? Paliatka ist unsicher, hofft aber, dass sich die Verkrampfungen bei seinen Spielern auf dem Platz lösen: „Man merkt, dass die Mannschaft will. Aber natürlich könntest du befreiter spielen, wenn du 50 Punkte hast, und auch, wenn du nur 15 hast und abgeschlagen bist“. Der SVS liegt genau dazwischen und müsse lernen, mit der Situation umzugehen. Der Kader habe gezeigt, dass das Potenzial da ist, so Paliatka. David Brähler kehrt am Donnerstag wieder zurück, Tom Wiegand musste am Sonntagabend hingegen mit einer leichten Gehirnerschütterung sogar noch zur Untersuchung ins Krankenhaus.
