SV Unter-Flockenbach – SV Steinbach (Samstag; 15.30 Uhr)
Ganze 205 Kilometer reist der SVS am Samstag zu den „Flockies“ – und damit warten nun bei den kommenden beiden Auswärtsspielen gegen Unter-Flockenbach und bei Steinbach Haiger II nicht nur ganz wichtige Duelle im Abstiegskampf, sondern auch noch die weitesten Reisen. Nach der bitteren Niederlage gegen Baunatal wollte Trainer Petr Paliatka einmal mehr Optimismus ausstrahlen, auch weil sein Team die Leistung auf den Platz brachte, die der Coach sich wünschte: „Die Möglichkeit ist trotzdem noch da. Diese weite Fahrt wollen wir nicht umsonst machen“.
Nach dem Pflichtsieg im Kreispokal beim A-Ligisten Pfordt und dem Paukenschlag unter der Woche, dass Trainersohn Petr Paliatka jr. zur neuen Saison zum Hünfelder SV wechselt, wollen die Steinbacher nun in der Hessenliga wieder sportliche und positive Schlagzeilen machen. „Solche Spiele kannst du gewinnen, aber auch verlieren“, weiß Paliatka: „In den letzten drei Partien haben die Jungs wirklich gut gespielt, nur die Chancenverwertung muss weiterhin besser werden. Da müssen wir dranbleiben und dann können wir uns auch noch mit genügend Punkten belohnen“. Der Coach erinnert sich außerdem ans Vorjahr und wird den Kopf längst noch nicht in den Sand stecken: „Letzte Saison haben wir es auch am letzten Spieltag noch geschafft. Warum sollten wir jetzt aufgeben? Wir müssen uns endlich belohnen“. Lukas Hildenbrand, der unter der Woche beruflich fehlte, ist wieder mit dabei, mit Finn Böckner und Michael Wiegand plant Paliatka ebenfalls.
RW Walldorf – Hünfelder SV (Sonntag; 15.30 Uhr)
Der HSV reist hingegen zum stärksten Heimteam der Hessenliga – 31 Punkte holte Walldorf in 15 Spielen auf dem eigenen Kunstrasen. Und ausgerechnet jetzt kommen die Hünfelder aus zwei spielfreien Wochenenden in Folge. „Sicherlich war der Spielplan nicht optimal für uns. Im Training diese Woche war schon wieder Feuer drin, das hat man gemerkt, aber über fast drei Wochen ohne Pflichtspiel die Spannung hochzuhalten, trotz Pokal und Testspiel, ist nicht so einfach und auch menschlich“, sagt Trainer Johannes Helmke.
Die Einheiten in dieser Woche machen ihn aber zuversichtlich, dass die Spannung nun wieder voll da ist für den Saisonendspurt – mit einem Sieg könnte der HSV sogar bis auf einen Punkt an Spitzenteam Walldorf heranrücken. „Sie waren in der Vorrunde sehr dominant und sind jetzt immer noch ganz oben dabei“, weiß Helmke, und findet im Walldorfer Spiel Attribute wieder die er sich auch im Hünfelder Spiel wünscht: „Die Intensität, das Zweikampfverhalten und Geschlossenheit, das macht sie stark. Das ist das, was wir auch wollen, aber nicht in jedem Spiel auf den Platz gekriegt haben“, skizziert der Trainer die Unterschiede: „Sie spielen Dreierkette und intensiv im Angriffs-Pressing, lassen dem Gegner wenig Luft. Darauf wollen wir gefasst sein, müssen diese Intensität mitgehen und ebenfalls auf den Platz bringen“. Mark Zentgraf hat noch etwas Trainingsrückstand, Jonas Simon ist noch gesperrt – ansonsten plant Helmke mit dem vollen Kader und freut sich auf das Gastspiel: „Wir haben auch unsere Qualitäten nach vorne und werden unsere Chancen kriegen. Es ist natürlich eine schwere Aufgabe, aber wir sind voller Vorfreude“. Was auch Hoffnung machen darf: Der HSV gewann das Hinspiel überzeugend mit 3:0. „Das war gut, aber das ist auch vorbei“, schließt Helmke.
Hessenliga
Samstag
14 Uhr
Stadtallendorf – Bayern Alzenau
15 Uhr
Weidenhausen – TSV Steinbach Haiger II
Fernwald – VfB Marburg
15.30 Uhr
Unter-Flockenbach – SV Steinbach
Waldgirmes – Hanauer FC
Sonntag
14.30 Uhr
TuS Hornau – Darmstadt 98 U21
15 Uhr
SC Hanau – Türk Gücü Friedberg
Wolfhagen – Eddersheim
15.30 Uhr
Walldorf – Hünfelder SV
