Fußball 18.04.2025

Hessenliga – Nur Mitleid für den SV Steinbach – Knappes 1:2 gegen KSV

Steinbach (pf) – Das beste Rückrundenteam der Fußball-Hessenliga hatte es im Mühlengrund nicht einfach – am Ende setzte sich die Klasse des KSV Baunatal aber beim abstiegsbedrohten SV Steinbach durch: Die Nordhessen siegten mit 2:1 (1:1), beim SVS geistert das Abstiegsgespenst – abermals trotz guter Leistung – weiter umher.

Foto: Justin Klenner

„Wenn du in Führung gehst, muss Baunatal das Spiel machen. Wir haben unsere Chancen wieder vergeben, das war in letzter Zeit jetzt oft so“, haderte Steinbachs Trainer Petr Paliatka nach der Partie und wusste, dass seine Mannschaft erneut eine Hessenliga-reife Leistung abgerufen hatte, trotz personeller Handicaps. Sogar Baunatals Trainer Tobias Nebe musste nach Abpfiff anerkennen, „dass es mir dann schon ein Stückweit für den Gegner leid tut heute. Man sieht halt hintenraus, dass Steinbach steht, wo sie stehen, und wir stehen, wo wir stehen. Im Tabellenkeller fehlt dann manchmal dieses Quäntchen Glück“.

Patrick Krengel hatte zehn Minuten nach dem Seitenwechsel den Baunataler Siegtreffer erzielt, danach kam von Steinbach nicht mehr viel. Der SVS hatte früh wechseln müssen und Jannis Kehl, der angeschlagen ins Spiel gegangen war, rausgenommen. Steinbach versteckte sich im Heimspiel aber nicht und versuchte, schnelle Wege nach vorne zu finden. Der KSV brauchte zehn Minuten, ehe sich das Geschehen langsam verlagerte. „Danach waren wir schon überlegen, machen das Tor, aber haben das zweite verpasst“, sagte Nebe. Jonas Springer nutzte einen schlechten Ball von Steinbachs Keeper Pino Puig und traf aus großer Distanz per Heber ins Tor, dabei hatte sich der Steinbacher Schlussmann zuvor noch auszeichnen können. In der Folge war Baunatal extrem am Drücker, doch mit dem Pausenpfiff schlug Steinbach dann zurück: Joker Darian Jung erlief einen Steilpass und legte die Kugel an Yannick Wilke vorbei.

Damit war alles offen, und auch in der zweiten Halbzeit erwischte Steinbach wieder einen guten Start. Wieder scheiterte es allerdings an der Chancenverwertung. „Der Gegner nutzt seine Möglichkeit dann eben und gewinnt“, haderte Paliatka – wie schon so oft in der Restrunde. „Die Jungs haben trotzdem ein gutes Spiel gemacht und das Beste rausgeholt. Nur die Chancen haben wir wieder nicht genutzt, das ist einfach ärgerlich“. Unter anderem Sohnemann Paliatka vergab noch eine 100-Prozentige. Der KSV Baunatal spielte es schließlich routiniert zu Ende und ließ mit zunehmender Spieldauer kaum noch etwas zu. „Wenn wir manche Angriffe noch klarer, konzentrierter ausspielen, können wir es früher entscheiden. Insgesamt war das aber ein verdienter Sieg, wobei die zweite Halbzeit wirklich ein offener Schlagabtausch war“, sagte Coach Tobias Nebe.

Steinbach: Pino Puig; M. Wiegand, T. Wiegand, F. Wiegand, Yanez, Wittke, Koch (66. Reichmann), Brähler (77. Hildenbrand), Herbig (77. Böckner), Kehl (32. Jung), Paliatka jr.

Baunatal: Wilke; Schneider, Hindemith, Milloshaj (88. Rose), Kahraman (85. Fuchs), Kohlstädt (75. Hacker), Springer (66. Recker), Blahout, Borgardt, Krengel, Karakoc (66. Berninger-Bosshammer).

Schiedsrichter: Nicklas Rau (Kaichen)

Tore: 0:1 Jonas Springer (19.), 1:1 Darian Jung (45.+2), 1:2 Patrick Krengel (55.)

Zuschauer: 200