Fußball 29.04.2025

Hessenliga – Nach 27 Jahren beim HSV: Krieger geht nach Hofbieber

Hünfeld/Hofbieber (gü) – Kevin Krieger spielte Jahrzehnte an der Rhönkampfbahn, doch im Sommer wird der 31-Jährige den Fußball-Hessenligisten Hünfelder SV verlassen und zu Gruppenligist Hofbieber wechseln, wie er selbst in einem ausführlichen Statement auf seiner Facebook-Seite verkündet.

Kevin Krieger verlässt den HSV im Sommer: Foto: Christine Görlich.

„Nach langer und reiflicher Überlegung und vor allem schweren Herzens möchte ich euch mitteilen, dass ich den Verein zum Saisonende verlassen werde. Es fällt mir unglaublich schwer, diese Entscheidung zu treffen, da dieser Verein einen wesentlichen Teil meines Lebens ausmacht – wenn nicht sogar mein Leben war“, schreibt Krieger, der in unmittelbarer Nähe zur Rhönkampfbahn aufwuchs und schon als Kind die Heimspiele verfolgte und dort bolzte. „1998 bin ich dann offiziell Teil des Vereins geworden und durchlief alle Jugendmannschaften, bevor ich 2011 den Schritt in die zweite Herrenmannschaft schaffte. 2012 folgte der Übergang in die erste Mannschaft. Mit der Rückennummer 13 durfte ich fortan 13 Saisons in den blau-weißen Farben spielen. Insgesamt war es eine unfassbar schöne Zeit in den letzten 27 Jahren, die kaum mit Worten zu beschreiben ist“, schreibt Krieger weiter: „Gemeinsam haben wir viele Höhen und Tiefen durchlebt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Der Spaß war stets dabei und Jahr für Jahr war ich Teil einer großartigen Truppe, in der Freundschaften fürs Leben entstanden sind.“ Er sei stolz, ein Teil der Vereinsgeschichte zu sein und als einer der Rekordspieler die Farben des Vereins auf und neben dem Platz vertreten zu haben. In der Zeit seien viele schöne Erinnerungen geschaffen worden. „Vier Meisterschaften und fünf Pokalsiege spiegeln diese erfolgreiche Zeit wider. In all meinen Jahren beim Hünfelder Sportverein bin ich insgesamt in 461 Pflichtspielen für den Verein aufgelaufen. Dabei stehen 258 Torbeteiligungen zu Buche“, blickt Krieger auf die Erfolge.

Zu seiner Entscheidung, künftig in seinem neuen Heimatort Hofbieber zu spielen erklärt Krieger in seinem Statement: „Ausschlaggebend für einen Wechsel ist unter anderem, dass mein zukünftiger Verein, der SV Hofbieber, sich bereits seit zwei Jahren intensiv um mich bemüht hat und regelmäßig Kontakt zu mir gesucht hat. Das über diesen Zeitraum entgegengebrachte Vertrauen und die erkennbare Wertschätzung waren für mich wichtige Faktoren und haben letztlich zu meiner Entscheidung geführt, mich für diese neue Herausforderung zu begeistern.“ Er freut sich auf ein ebenso tolles Umfeld und eine super Mannschaft. „Dazu werde ich kurze Wege haben, da sich mein Lebensmittelpunkt nach Hofbieber verlagert hat“, ergänzt Krieger und blickt auch auf die verbleibende Zeit in Hofbieber: „Aktuell spielt unser HSV eine gute Hessenliga-Saison, die wir in den letzten Wochen der Saison hoffentlich noch fortführen können. Mit über zehn Treffern konnte ich persönlich meinen Teil zu dieser guten Saison beitragen. Somit ist dies ein schöner Abschied vom HSV.“ Krieger bedankt sich in seinem Schreiben auch bei allen Helferinnen und Helfern im Verein, deren Einsatz so oft im Hintergrund stattfinde, aber ohne den vieles nicht möglich sei. Zudem bedankt er sich bei allen, die ihn auf „diesem unglaublichen Weg“ begleitet haben, allen voran seinen zahlreichen Mitspielern, „insbesondere dem aktuellen Team, das großartige Menschen und überragende Fußballer vereint“, aber auch den Betreuern, Physios und treuen Fans: „Ihr alle habt mich stets unterstützt, mich weitergebracht und zu dem gemacht, der ich heute bin. Mein Dank geht auch an die Trainer und Verantwortlichen, die mir über all die Jahre hinweg ihr Vertrauen geschenkt haben.“ Krieger will den Verein auch weiterhin als treuer Unterstützung begleiten.