Fußball 26.04.2025

Gruppenliga – Farbenspiel und Schiri-Tausch beim 1:1 am Sauerbrunnen

Lütter (pf) – Die rund 180 Zuschauer in Lütter erlebten am Freitagabend ein abwechslungsreiches Spiel ohne Sieger: Mit 1:1 (0:0) trennten sich die TSG und die SG Oberzell/Züntersbach, zwischenzeitlich waren die Sinntaler zwei Mann mehr auf dem Feld, kamen aber nur noch zum Ausgleich. Und auch zwei verschiedene Schiedsrichter hatten die Spielleitung inne.

Archivfoto: Christine Görlich

Nachdem in der ersten Hälfte kaum etwas passierte, wurde es nach dem Seitenwechsel unterhaltsam: Florian Münkel, der in die Startelf zurückkehrte, brachte die TSG zunächst in Führung – da war Lütter aber schon nach einer strittigen Gelb-Roten Karte gegen Niklas Kremer in Unterzahl. Es dauerte allerdings auch nicht lange, bis der nächste Nackenschlag folgte. Aus einem Standard heraus gab es eine undurchsichtige Situation im Strafraum, am Ende war Julian Müller mit der Hacke dran, der Ball lag jedenfalls im Tor und es stand 1:1.

Danach war Lütter sogar in doppelter Unterzahl – die Ampelkarte gegen Daniel Nüchter war glasklar, weil er seinem Gegenspieler beim zweiten Foul von hinten in die Beine rannte. Auch eine dritte Gelb-Rote Karte gab es noch – die kassierte Hannes Langner auf Seiten der Gäste tief in der Nachspielzeit, als es sehr hektisch, aber nicht unfair war. Die SGOZ verpasste es dennoch, die Überzahl auszuspielen und sich die drei Punkte mitzunehmen. Lütter hingegen hat nun sieben Zähler in drei Partien geholt und eine breite Brust im Abstiegskampf.

Etwas Kurioses gab es obendrauf noch: Schiedsrichter Mika Baumgardt konnte nach etwa einer Stunde verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen. Assistent Noah Seitz übernahm danach die Pfeife, während Bernd Brehl von der TSG, der vor Ort war, die Fahne nahm und als Linienrichter eine halbe Stunde lang einsprang.

Tore: 1:0 Florian Münkel (58.), 1:1 Julian Müller (71.)

Zuschauer: 180

Gelb-Rote Karten: Niklas Kremer (Lütter, 52.), Daniel Nüchter (Lütter, 73.), Hannes Langner (Oberzell/Züntersbach, 90.+5)

Besonderes Vorkommnis: Unterbrechung wegen Verletzung des Schiedsrichters (61.)