Lokales FD 29.04.2025

Größere Bauarbeiten am Bahnhof Fulda – Schreiner stellt Pläne vor

Fulda (sk) – Beginnend mit Gleis 1 in diesem Jahr wird der Bahnhof Fulda umgebaut und saniert. Danach folgt die Sanierung von Gleis 3 bis 7. Auch das Parkhaus Ruprechtstraße und der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) müssen dringend saniert werden, wie Stadtbaurat Daniel Schreiner, Bürgermeister Dag Wehner und Roger Spielmann vom Verkehrsamt während einer Begehung der CDU Fulda erläuterten.

Foto: Stefan Krug

Eingeladen zu dem gut besuchten Rundgang hatte der Arbeitskreis „Digitalisierung, Wirtschaft und Verkehr“ der CDU-Stadtverordnetenfraktion, dessen Vorsitzender Johannes Uth auf die Wichtigkeit des Bahnhofs für die Stadt hinwies: „Für das zukünftige Erscheinungsbild von Fulda ist der Bahnhof von großer Bedeutung.“ Dies umso mehr, als die Bahn als Teil der Mobilität wichtiger werde.

Auch Schreiner wies schon zu Beginn darauf hin, dass die Erwartungen hoch sind: „Der Bahnhof mitten in der Stadt ist uns heilig. Es braucht aber immer wahnsinnig viele Abstimmungsgespräche mit der Bahn. Es ist wichtig, dass die Bahn uns sagt, was wir tun können.“ Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt er in den 1980.er Jahren. 2017 gab es einen ersten Ideenwettbewerb, dessen Ergebnisse aber den sich wechselnden Plänen der Bahn regelmäßig angepasst werden müssen. Mit Roger Spielmann, zuständig für Verkehrsplanung beim Amt für Stadtplanung und -entwicklung, ist die Stadt in der glücklichen Lage einen Mitarbeiter zu haben, der schon bei den Planungen vor rund 40 Jahren beteiligt war und jetzt wieder.

Schon auf dem Bahnhofsplatz sieht man, dass der Bahnhof in die Jahre gekommen ist. Von der Straße „Am Bahnhof“ läuft das Wasser bei Starkregen auf den Platz – ein Problem auch im Gebäude. Das zu ändern ist laut Schreiner Schwierig, da die Straße als Durchgangsstraße eine wichtige Verkehrsfunktion hat neben ihrer Bedeutung für den Busverkehr und für Fernreisende. Problematisch sind auch der Aufzug zum ZOB und die Tauben in dem Bereich.

Auf das Parkhaus Ruprechtstraße, unter dem ZOB, ging Dag Wehner ein, der davon berichtete, dass regelmäßig abgestützt werden zulasten der Anzahl der Parkplätze: „Das Thema beschäftigt uns seit elf Jahren und dafür ist es wenig vorangekommen.“ Problematisch ist dabei auch, dass die Stadt zwar einen Streifen Flächen zwischen ZOB und Gleisen gekauft hat, dieser aber mittlerweile wieder von der Bahn mit eingeplant wird für zusätzliche Gleise für die Regionalbahnen. Bisher halten diese auf Gleis 1, welches aber in diesem Jahr umgebaut und um rund einen dreiviertel Meter erhöht wird, damit auch dort ICEs halten können. Vorerst neben den Regionalzügen. Wo für diese neu gebaut wird und wo dann Platz für die dringend nötige Erweiterung des Busbahnhofs bleibt, ist eine Frage der Abstimmung mit der DB und ihren vielen Abteilungen. Eine Möglichkeit der Erweiterung, über welche auch diskutiert wird, ist im Bereich der leerstehenden ehemaligen Güterschuppen.

Auf die Dringlichkeit wies auch Schreiner hin: „Der ZOB sieht charmant aus, hat aber leider ein Taubenproblem und die Tiefgarage ist ein absoluter Sanierungsfall. Eine Sanierung wäre nur grundhaft möglich.“ Was heißt das sie abgerissen werden müsste. Für modernen Busverkehr ist auch der Busbahnhof nur noch bedingt geeignet. Neben insgesamt zu wenig Platz gibt es momentan nur zwei Stellmöglichkeiten für Gelenkbusse. Weiter fehlen Parkmöglichkeiten für Fahrräder – in der Diskussion ist ein Fahrradparkhaus.

Aus allem zog Schreiner das Resümee: „Wir müssen in die Umsetzung kommen. Dazu braucht es klare Planung und Gespräche mit der DB.“ Wobei er zuversichtlich ist, dass es nach dem dieses Jahr erfolgenden Umbau von Gleis 1 und der darauffolgenden Sanierung der restlichen Gleise noch in diesem Jahrzehnt zu schaffen sein wird.

Begehung am Bahnhof Fulda. Fotos: Stefan Krug