Lokales FD 23.04.2025

Fuldaer Sporthallen bald digital buchbar – Pläne für den Hessentag

Fulda (as) – Digitale Pläne für Hallenbelegungen, Fördermöglichkeiten für Sportvereine und sportliche Angebote zum Hessentag: Das und vieles mehr wurde am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung des Sportverbands der Stadt Fulda vorgestellt. Im Clubhaus der FSV Germania 1909 Fulda wurde über aktuelle Entwicklungen und bevorstehende Veranstaltungen gesprochen.

Dominik Höhl. Foto: Andreas Schellenberg

Harald Piaskowski, Vorsitzender des Sportverbands Fulda, begrüßte Vertreterinnen und Vertreter aus 43 von insgesamt 82 Vereinen der Stadt im Saal, die die Teilnahme mit den allgemeinen Sportfördermitteln der Stadt auch wieder ausgezahlt bekommen. Er sprach unter anderem über die Herausforderungen, in Fulda die vorhandenen Sporthallen und -plätze effizient zu nutzen. „Der Ruft nach einer neuen Halle wird so schnell nicht umgesetzt“, stellte Piaskowski fest. Katharina Heurich vom Schul- und Sportamt der Stadt Fulda stellte dazu eine Software-Lösung der Plattform Locaboo vor. Dort sollen künftig Sportstätten der Stadt Fulda aufgelistet werden. Vereine hätten die Möglichkeit, für Trainings nach Standorten zu schauen oder regelmäßige Veranstaltungen einzutragen. Die Buchungen würden dann von Heurich und ihrer Kollegin geprüft werden. Aktuell würden die eingereichten Pläne der Vereine noch eingearbeitet werden, so Heurich. Piaskowski lobte diese moderne Lösung, um die Flächen effektiver zu vergeben.

Dominik Höhl, Leiter des Amts für Tourismus- und Marketingmanagement, stellte den Anwesenden die aktuellen Vorbereitungen für den Hessentag 2026 in Fulda vor. Sportvereine hätten die Möglichkeit, sich bei dem Festival des Sports sowie auf den Bühnen mit Präsentationen einem breiteren Publikum vorzustellen, teilte Höhl mit: „Der Hessentag lebt von Vielfalt.“ Er rief dazu auf, sich frühzeitig mit Ideen bei der Stadt Fulda zu melden. Fest geplant sei bisher ein Fußballturnier des Landkreises am 18. Juni sowie eine Skaternight, für die es noch kein finales Datum gebe.

Bürgermeister Dag Wehner lobte in einem Grußwort die Zahl von rund 26.000 Mitgliedern in den Fuldaer Sportvereinen in 2024, was einer Steigerung um 700 Mitglieder zu 2023 entspreche: „Wir haben gehofft, dass es gelingt den Sport wieder in den Köpfen der Menschen zu verankern.“ Er berichtete, dass die Stadt Fulda die Sportförderung für 2025 im Haushalt nochmal um zehn Prozent aufgestockt habe. Einschnitte für Vereine sollten wenn möglich verhindert werden, versprach Wehner: „Die Aufgabenstellung ist durchaus groß.“ Er erzählte von einigen laufenden Sanierungsarbeiten für verschiedene Sportstätten, etwa der Sporthalle in der Brüder-Grimm-Schule.

Ein weiteres wichtiges Thema am Abend waren die Fördermöglichkeiten für die Sportvereine. Piaskowski appellierte an die Vereine, entsprechende Anträge einzureichen und damit die Vereinsarbeit zu finanzieren. Möglich sei beispielsweise einen Übungsleiterzuschuss zu beantragen für Personen, die Migrationshintergrund haben, körperlich beeinträchtigt oder sozial schwach aufgestellt sind. Häufig sei die Rückmeldung zu den Fördermöglichkeiten sehr gering. Er kündigte außerdem die Sportlerehrung im Fürstensaal am 21. November an. Über das Konzept der Fairtrade-Stadt Fulda informierte Martina Petrusch vom zuständigen Agendabüro. Sie lud die Vereine am 12. September in den Marmorsaal ein, wo der Auftakt der diesjährigen Fairtrade Woche gefeiert werde. Jeder kleine Schritt in Richtung fairer Handel sei notwendig und gut, so Petrusch. Patricia Schmitt vom Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS) berichtete über die Angebote des Verbands. Ziel sei es, entsprechende Netzwerke in den Vereinen auf- und auszubauen sowie Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen ein sportliches Angebot zu erleichtern.

Mitgliederversammlung des Sportverbands. Fotos: Andreas Schellenberg