Fußball 01.04.2025

Frauen-Regionalpokal – Favoritensieg oder Coup? – Finale in Weyhers

Lütter/Poppenhausen (pf) – Der Frauenfußball-Regionalpokal Fulda steht vor seinem letzten Spiel, ehe der hiesige Teilnehmer für den Hessenpokal fix ist: Im Finale am Mittwoch (19 Uhr) in Weyhers scheinen die Rollen klar verteilt: Die TSG Lütter als Hessenligist trifft auf den abstiegsbedrohen Verbandsligisten TSV Poppenhausen.

Foto: Görlich Media

Als amtierender Hessenliga-Meister ist die TSG Lütter in dieser Saison nicht in Reichweite der Tabellenspitze: Gerade beim 1:2 in Schaafheim fiel das Team jüngst auf die Nase. Und Trainer Sebastian Groß, der sein Amt nach Saisonende abgeben wird, wie jüngst bekannt wurde, war deutlich. Die TSG habe sich womöglich auch durch die hohen Siege im Regionalpokal gegen Freiensteinau (4:0), Weichersbach (13:0) und bei Hoher Vogelsberg (7:0) blenden lassen. Das ändert aber nichts an der Favoritenrolle, die Lütter am Mittwoch einnimmt: „Ganz klar ist das so, aber auch Poppenhausen hat sicherlich die Mittel, uns das Leben schwer zu machen“, warnt Groß vor dem Endspiel-Gegner: „Sie werden kämpferisch alles an den Tag legen, und haben mit Jenny Eich auch eine Stürmerin, die auch einem Hessenligisten wehtun kann“. Eich kommt in der Verbandsliga bisher auf neun Saisontore, erzielte damit aber auch 41 Prozent aller TSV-Treffer alleine. „Wer da ist, spielt. Unter der Woche müssen wir aber immer ein bisschen schauen, und in Schaafheim hatten wir noch ein, zwei Angeschlagene“, sagt Lütters Trainer Groß: „Aber wir versuchen, die volle Kapelle mitzunehmen“.

Der TSV Poppenhausen wiederum konnte sich vom 2:0-Überraschungserfolg im Halbfinale gegen Eiterfeld bisher außer dem Finalticket nichts kaufen: Seither gab es zwei Niederlagen im Verbandsliga-Abstiegskampf gegen Wetzlar und Allendorf/Eder. Besonders bitter war das 2:4 bei Wetzlars U21 nach 2:0-Führung. „Wenn du unten drin hängst, passieren halt solche Dinge. Wir kennen es von letzter Saison, aber ich bin überzeugt, dass wir es am Ende hinbekommen, wenn wir unsere Leistungen auf den Platz bringen“, sagt TSV-Trainer Andre Jannke. Der Fokus liege klar auf der Liga, zumal Poppenhausen jetzt unter dem Strich steht, doch das Regionalpokal-Endspiel nimmt das Team dennoch als willkommene Abwechslung mit. „Es ist immer noch der amtierende Hessenmeister, gegen den wir spielen. Auf so ein Spiel unter Flutlicht kann man sich freuen“, betont Jannke: „Wir wollen solange es geht die Spannung halten und das als Erfahrung mitnehmen“. Dass die TSG aber bisher noch kein Gegentor im Wettbewerb kassierte, mache die Aufgabe nicht einfacher, so der Coach. Er werde keiner Spielerin einen Einsatz im Finale verwehren, sagt Jannke weiter – doch Belastungssteuerung für die Liga soll dennoch betrieben werden. Außerdem droht Kapitänin Lara Troßbach krank auszufallen.

Das Frauen-Regionalpokalfinale am Mittwoch steigt in Weyhers – genau mittig, beide Teams haben nur rund fünf Minuten Anfahrt. „Eine gute Kulisse würde mich freuen, für beide Mannschaften“, betont Poppenhausens Trainer. Der Sieger darf im Hessenpokal dann den FSV Hessen Wetzlar empfangen, dieses Duell soll am 21. April (Ostermontag) stattfinden.