TG Rotenburg – TG Wehlheiden 3:2 (21:25, 25:18, 25:13, 18:25, 15:11)
Der große Erfolg stand bereits vor dem letzten Spiel der regulären Saison schon fest: Die Vizemeisterschaft der TG Rotenburg in der Frauen-Oberliga. Mit dem Heimsieg gegen Wehlheiden ließ sich der Saisonabschluss aber natürlich noch besser feiern. „Es wurde ein bisschen länger“, schmunzelt Trainerin Heide Aust rückblickend. Die TGR legte eine Fabel-Saison hin und krönte diese am Samstag vor gut 250 Zuschauern. Irre Stimmung, Trommeln, Jubel – sogar Besuch von Bürgermeister Marcus Weber. „Es war eine super Stimmung, die Leute standen ums Feld herum. Und das ist eine schöne Wertschätzung für die Mannschaft und die Abteilung“, war Aust stolz: „Die Sportart wird angenommen und wir haben einiges dafür getan. Wir haben einige Handballer als unsere Fans gewonnen und auch die Trommelgruppe kommt zu uns rüber bei den Spielen“.
Doch als Vizemeister ist die Runde noch nicht beendet für die TG Rotenburg: „Eigentlich wollten wir jetzt in die Pause“, lachte Aust. Doch die TGR darf an den sogenannten vorsorglichen Aufstiegsspielen teilnehmen - und diese Chance will sich das Team nicht entgehen lassen. Bis Montagabend werden die Meldungen gesammelt und Aufstiegsfragen geklärt, am 1. April jedoch nicht bekanntgegeben, da dies im vergangenen Jahr wohl für Irritationen gesorgt hatte. „Einige Vereine hatten das tatsächlich für Scherze gehalten“, so Aust. Daher wird diesmal erst am 2. April klar sein, wer wie aufsteigen will. Und dann würde auch ein Rotenburger Gegner feststehen, der aus Rheinland-Pfalz kommt. Am 2. Mai würde dann das Hinspiel auswärts steigen, am 4. Mai das Rückspiel in der Fuldastadt. Als Relegation können diese Spiele aber nicht bezeichnet werden, erklärt Aust die für die Sportart spezifische Aufstiegsregelung: „Deshalb sind es vorsorgliche Aufstiegsspiele: Der Gewinner erhält nur das Recht, aufzusteigen, wenn ein Platz in der Regionalliga frei ist – das entscheidet sich erst, wenn alle gemeldet haben und klar ist, wer von oben runterkommt“.
Bis dahin wollen Rotenburgs Frauen weiter trainieren und sich fit halten. Doch die Freude über die erreichte Vizemeisterschaft überwiegt auch diese Woche erstmal noch – beim gesamten Team. Auch bei Elli Rauch, die als neue Trainerin übernommen hatte – die sich nach dem ersten Spiel, das sie noch hochschwanger begleitete, aber überwiegend familiären Dinge widmete. Aust übernahm interimsmäßig. Zur neuen Saison ist Rauch wieder als Trainerin zurück – ein „Tandem“ mit Aust ist auch denkbar, „aber das haben wir noch nicht abgestimmt“.
Rotenburg: Berge, Cutura, Eckstein, Fili, Gerlach, O. Kalinowska, W. Kalinowska, Mousa, Paul, Pott, Savci, Wulkau.
