Fußball 11.04.2025

Frauen-Hessenliga – Kellerduell im Blauen Eck – „Lernen nie aus“

Osthessen (jk) – Die Frauenfußball-Hessenliga spitzt sich im Saisonendspurt so langsam zu: Die SG Freiensteinau empfängt am Samstag (17 Uhr) den 1. FC Mittelbuchen zum wohl alles entscheidenden Saisonspiel. Mit einem Sieg könnte die SGF einen Riesen-Schritt in Abstiegskampf gehen, bei einer Niederlage wäre ein weiterer direkter Konkurrent wohl weg.. Zur gleichen Zeit reist die TSG Lütter zum KSV Hessen Kassel. Der TSV Pilgerzell hat aufgrund des Rückzugs von Jahn Calden II spielfrei.

Foto: Manfred Völler.

Für SGF-Trainer Daniel Schöppner, der über das vergangene Wochenende in der Sportschule Grünberg an seiner B-Lizenz arbeitete, sei das Spiel gegen Mittelbuchen eine Medaille mit zwei Seiten: Auf der einen Seite könnte es die letzte Chance für Freiensteinau sein, die Klasse zu halten. Auf der anderen Seite sieht Schöppner den Druck aber auch nicht bei seinem Team, das einen Punkt hinter Mittelbuchen liegt. „Ich sehe es eher so, dass wir es gewinnen können, und dann damit vor Mittelbuchen stehen würden“, so der Coach. Dabei habe die SGF in dem Kellerduell nichts zu verlieren. „Wir stehen seit langer Zeit auf dem Platz und können nur gewinnen. Das muss uns klar werden“.

Bereits im Hinspiel Ende September konnte sich Freiensteinau auswärts mit 2:0 durchsetzen und einen der insgesamt bisher drei Saisonsiege einfahren. Daher ist sich Schöppner bewusst, dass es beim erneuten Wiedersehen nicht so einfach werden wird. „Sie sind sicherlich motiviert, uns nicht zwei Mal gewinnen zu lassen. Es ist auch ihre letzte Chance“. Dabei erwartet der Trainer eine durchaus harte und intensive Begegnung mit vielen Zweikämpfen – Abstiegskampf pur eben. „Mittelbuchen muss gewinnen. Wir müssen unsere Chancen nutzten, die Räume bespielen, die sie uns geben“.

Bis zum Saisonende bestreitet Freiensteinau noch fünf Partien – am allerletzten Spieltag fällt das Duell mit dem bereits zurückgezogenen TSV Jahn Calden II aus. Schöppner möchte für die restlichen Spiele klare Ziele festlegen. „Es ist wichtig, dass wir uns nicht nach unten ziehen lassen. Wir müssen schauen, was wir gewinnen, nicht, was wir verlieren können“, betont er. Dabei sei besonders der Lernerfolg sowie die Art und Weise der Spiele entscheidend. „Wir werden handlungsstärker, temporeicher und wissen, wie man mit Rückschlägen umgeht. Wir lernen nie aus“, so Schöppner, der anfügt. „Das geht nur, wenn wir die letzten Spiele auch da sind, egal wie es ausgeht“.

Für die TSG Lütter geht es zur gleichen Zeit nach Kassel: Die TSG geht mit sechs Zählern Vorsprung auf den KSV Hessen als kleiner Favorit in die Partie. Zudem konnte sich Lütter bereits im Hinspiel gegen den KSV mit 2:1 durchsetzen. Pilgerzell hat an diesem Wochenende spielfrei.