Fußball 04.04.2025

Frauen-Hessenliga - Derbyzeit in Lütter - Schöppner fordert Tugend ein

Osthessen (jk) – In der Frauenfußball-Hessenliga steigt nach langer Zeit mal wieder ein Osthessen-Derby. Der amtierende Meister und frischgebackene Regionalpokalsieger TSG Lütter empfängt am Samstag (17 Uhr) den Aufsteiger aus dem Blauen Eck, die SG Freiensteinau. Außerdem erwartet der TSV Pilgerzell zur gleichen Zeit Spitzenreiter SG Haitz mit einem osthessischen Bekannten: Trainer Reinhold Jessl.

Archivfotos: Manfred Völler.

„Das ist ein Spiel, worüber wir uns freuen können“, sagt Freiensteinaus Trainer Daniel Schöppner mit Blick auf das Duell am Sauerbrunnen. Vergleiche mit Lütter fanden in der Vergangenheit bereits einige Male in Form von Testspielen oder Pokalbegegnungen statt. Ein Remis in einem Freundschaftsspiel steht in den vergangenen zehn Jahren zu Buche sonst musste sich die SGF immer geschlagen geben. Zuletzt musste Freiensteinau im Fuldaer Regionalpokal gegen Lütter ein 0:4 hinnehmen. „Sie sind handlungsschneller und körperlich weiter als wir“, zieht Schöppner seine Erkenntnisse. Daher fordert er am Samstag, die grundlegenden Tugenden zurück auf den Platz zu bringen und mit breiter Brust aufzutreten.

Gerade die Spiele gegen Egelsbach (2:3) oder Schaafheim (1:2) zeigen, dass mit dem Team aus dem Blauen Eck zurechnen sei. „Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen, egal wie der Gegner heißt. Wir müssen unsere beste Leistung bringen“, so der Trainer. Eine positive Nachricht gibt es auch: In den vergangenen Wochen kehrten vermehrt angeschlagene Spielerinnen zurück und trainieren wieder fleißig. Dies habe nicht nur einen großen Impact auf dem Platz. „Sie bringen neuen Schwung rein und steigern das Niveau. Sie bringen positive Ausstrahlung und Stimmung mit. Vielleicht können wir damit zum Saisonendspurt nochmal überraschen“, hofft Schöppner, der selbst nicht vor Ort sein wird. Da der Trainer an der B-Lizenz arbeitet, wird er an dem Wochenende in der Sportschule Grünberg verweilen. Co-Trainerin Melanie Hillenbrand wird den Coach an der Seitenlinie vertreten. „Beide wollen nicht 0:0 spielen. Es werden also Tore fallen“.

„Freiensteinau war zuletzt mal wieder dran, einen Punkt, oder auch Sieg mitzunehmen“, sagt wiederum Lütters Trainer Sebastian Groß zum Spiel. Umso mehr sei die TSG vor dem Tabellenvorletzten gewarnt. „Sie haben nichts zu verlieren. Nur wir selbst können uns das Leben schwer machen“, so Groß weiter. Am Mittwochabend setzte sich der Hessenligist beim klassentieferen TSV Poppenhausen im Finale des Fuldaer Regionalpokal durch und hob den Pott unter Flutlicht in die Höhe. Nun möchte der Pokalsieger an den Erfolg anknüpfen und die kürzliche Liga-Pleite in Schaafheim vergessen machen. „Wenn wir so konzentriert wie gegen Poppenhausen spielen, dann können wir gewinnen. Wenn wir so spielen wie gegen Schaafheim, dann wird es sehr schwer“, betont der Trainer.

Ebenfalls im Abstiegskampf steckt der TSV Pilgerzell: Das Team von Trainer Moritz Reith setzte allerdings mit dem Sieg gegen Großenenglis zuletzt ein Ausrufezeichen zur rechten Zeit. Am Samstag (17 Uhr) zuhause gegen Tabellenführer SG Haitz hat der TSV nun gar nichts zu verlieren.