Zum Glück handelte es sich um eine Übung, niemand war gefährdet. Die DB InfraGO AG Notfalltechnik hatte den Feuerwehren aus dem Landkreis Fulda ihren Ausbildungszug Gefahrgut zur Verfügung gestellt. Jedes Jahr werden über die Gleise der DB Netz AG 66 Millionen Tonnen Gefahrgut – also zum Beispiel entzündbare oder explosive Stoffe –befördert. Um für Gefahrgutunfälle im Gleisbereich gewappnet zu sein, ist eine gute Ausbildung der Spezialkräfte der Feuerwehr wichtig. Der Ausbildungszug der Deutschen Bahn ermöglicht dies in einer vierstündigen theoretischen und praktischen Übung.
In diesem Jahr konnten sich die Feuerwehren aus den Kommunen Eichenzell, Fulda, Hünfeld und Burghaun fortbilden. Durchgeführt wurde die Ausbildung durch zwei erfahrene Ausbilder der Deutschen Bahn und einem Ausbilderteam von Stadt und Landkreis Fulda.
Die Übung begann im Unterrichtswagen: Hier wurde die Thematik Gefahrguttransport durch die Deutsche Bahn informativ und kurzweilig vermittelt. Danach ging es an – und auch in – den Armaturenkesselwagen. Ein besonderes Highlight: Der Kesselwagen war über eine Tür begehbar, sodass die Technik, die sonst verborgen ist, anschaulich demonstriert werden konnte. Den letzten Teil der Übung bildete eine Stationsausbildung an einem Leckagekesselwagen. Hier waren verschiedene realistische Leckagen vorbereitet, an denen unter Anleitung der Experten mit dem Equipment der Feuerwehren experimentiert werden konnte, um zu testen, wie der Gefahrgutaustritt am besten gestoppt werden kann. Am Ende der Einheit waren sich alle Beteiligten darin einig, eine solche Übung regelmäßig wiederholen zu wollen.
