„Wir gravieren mit einem Gerät die Adresse und die Initialen in den Rahmen ein“, erklärte Kriminalhauptkommissar Marco Hohmann, Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratung des Polizeipräsidiums Osthessen: „So ist auch im Verlustfall eine Zuordnung immer wieder möglich.“ Ausgeschlossen von der Aktion sind Carbon-Räder, deren Rahmen durch die Gravierung beschädigt werde und damit an Stabilität verlieren würde, sagte er weiter. Die Codierung wird von der Polizei seit einigen Jahren regelmäßig angeboten. Gerade durch E-Bikes sei das Zweirad wieder attraktiver in der Bevölkerung geworden, was aber auch zu einem Anstieg in den Diebstahls-Zahlen geführt habe, so der Kriminalhauptkommissar: „Gelegenheit schafft Diebe, sag ich mal. Wir wollen es mit der Codierung einfach so unattraktiv, wie möglich für Täter machen, so ein Fahrrad zu klauen.“
Die Aktion finde auch viel Resonanz in der Bevölkerung. Am Mittwoch seien etwa 30 Radfahrer mit dem eigenen Gefährt vorstellig geworden, berichtete er zufrieden: „Die Nachfrage ist immens hoch. Die Termine waren so schnell weg, wir hätten auch die zwei- oder dreifache Menge durchschleusen können.“ Der nächste Termin für die Aktion ist im Juni angesetzt und findet immer zeitgleich an mehreren Standorten in Fulda, wie in ganz Osthessen statt. Wer es nicht zu einem der Angebote der Polizei schafft, kann sein Fahrrad auch bei ADFC oder bei einigen Händlern Codieren lassen.
