Michael Jarmuschewski vom Deutschen Wanderinstitut war dann auch voll des Lobs: „Es ist wirklich ein sehr schön zusammengestellter und komponierter Weg, der die absolut rhöntypische Landschaft sehr schön erlebbar macht. Charakteristisch sind wirklich tolle Aussichten in die schöne offene Wiesenlandschaft, was die Rhön ausmacht. Sehr schön platzierte Rastmöglichkeiten, Liegebänke, Bank-Tisch- Möglichkeiten zum Rasten, um den tollen Weg auch zu genießen. Von der Zertifizierung her zählt er zu den höchstbewerteten Extratouren in er Rhön. Ich kenne sehr sehr viele Wanderwege in Deutschland und Europa und es fallen mir wenige ein, die ähnlich viele Punkte bei der Bewertung für die Aussicht bekommen haben. In dem Punkt ist die Tour wirklich absolute Oberliga.“ Von Jarmuschewski gab es dann auch die eindeutige Empfehlung, denn Weg selbst einmal zu wandern.
Bürgermeister Dr. Steffen Korell, unterwegs auf dem Weg mit der ganzen Familie, ging auf die Entwicklung von der ersten Idee über die Umsetzung der Planungen bis hin zur Einweihung ein: „Die erste Idee hatte Joachim Jenrich schon 2018 oder 2019, wobei ich nicht weiß, ob es damals schon Extratour hieß.“ Es ging darum eine Extratour durchzuführen, auch um die schönen Matten am Simmelsberg zu zeigen. Manfred Weinig vom Gersfelder Rhönklub, „Rhönliebhaber, der ständig wandern geht und die Wege in Schuss hält“ kümmere sich dann um die weiteren Planungen. Stadtverwaltung, Naturpark- und Biosphärenreservatsverwaltung haben denn Weg dann „erdacht und so ausgeführt wie er jetzt ist“. Neben den Genannten bedankte ich Korell auch bei Landbesitzern, über deren Grundstücke die Strecke teilweise verläuft. Er betonte das es sich gelohnt hatte: „Wir merken jetzt schon, wie beliebt die Tour ist. Wir haben jetzt schon ganz tolle Rückmeldungen. Da haben wir offensichtlich einen Nerv getroffen und etwas für den Tourismus getan. Wir gehen ja quasi an der Berghütte Simmelsberg vorbei, an der „Hohen Rhön“ in Mosbach haben wir eine Jausenstation. Eine tolle Sache für die ganze Region.“ Dabei gab es nur relativ geringe Ausgaben. Der Haushaltsansatz von 20.000 Euro für den Weg wurde nicht ganz ausgeschöpft. Margit Trittin, Vorsitzende des Rhönclubs und ehemalige Gersfelder Bürgermeisterin, freute sich mit Korell über den gelungenen Weg, welcher durch die tatkräftige Unterstützung des Vereins entstanden ist.
Joachim Jenrich über seine Motivation: „Der Hochrhöner geht an Gersfeld vorbei, wenn auch ganz in der Nähe. Das Ziel der Extratour war Gersfeld an die Extratour-Wanderwege anzubinden. Das war unser Ziel damals bei der Ersteinrichtung des Hochrhöners. Durch neue Tour wurde das jetzt erreicht in einem Teil der Rhön, der durch seine herausragenden Ausblicke zu den Nachbarbergen in idealer Lage genau das Landschaftserlebnis, für welches die Rhön steht ‚das Land der offenen Fernen‘ vermitteln kann.“
Etwas Besonders war dann noch die Einkehrmöglichkeit beim Bürgerhaus Rodenbach, Die Freiwillige Feuerwehr aus dem kleinen Ort und die Landfrauen aus Gersfeld hatten zu Getränken, Würstchen, Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis eingeladen – musikalisch umrahmt durch die Stadtkapelle Gersfeld. Da dauerte es dann doch etwas länger als die in Wanderführern angegebenen knapp vier Stunden bis die vielen Wanderer an diesem Tag zurück am Startpunkt Schwimmbad Gersfeld waren.
