Im großen Saal der Orangerie erzählte der in der ehemaligen Sowjetunion geborene Komiker in seinem aktuellen Programm „Es war einmal im Nirgendwo“ über sein Aufwachsen zwischen den Kulturen und begeisterte damit die Zuschauerinnen und Zuschauer.
Gespannt warteten die Menschen im Saal auf den Auftritt Millers. Dieser wurde mit einem lauten Applaus begrüßt. In seinem Programm berichtete der Komiker über das Aufwachsen in Deutschland und die Schwierigkeiten, „deutsche Freunde“ zu finden. Er sprach von seinen Freunden Vadim, Viktor, Oleg und Slawa, mit denen er Spritztouren im geklauten Auto unternahm und dem Grasverkauf im Supermarkt. Dabei streute Miller immer wieder Sprüche und Vergleiche von seiner Familie ein, etwa seinem Opa, der trocken erwiderte: „Als ich 17 war, stand ich kurz vor Berlin.“ Der Komiker erzählte ebenfalls von den frühen Schicksalsschlägen seiner Oma, die mit 1941 als Kleinkind im Zug in die russische Steppe abtransportiert wurde. Trotz alledem habe seine Großmutter ihren Humor bewahrt, wie Miller beschrieb. Er verarbeitete auf der Bühne außerdem das Verhältnis der Jugendfreunde zu ihren Vätern, was bei den Zuschauerinnen und Zuschauern für einige zustimmende Lacher sorgte. Dem Publikum blieb bei dem ein oder anderen schwarzhumorigen Witz das Lachen kurz im Halse stecken. Umso lauter wurde an anderen Stellen gekichert, wenn Miller zwischen Poesie und Pointen die Eigenheiten der deutschen und russischen Kultur gegenüberstellte. Die Zuschauerinnen und Zuschauer genossen das Problemm und spendeten zum Abschluss viel Applaus.
