Das Wasser wurde für das Training und den Wettkampf stundenweise von dem Stausee abgelassen und verwandelte den kleinen Bergfluss in ein reisendes Gewässer. Die Strecke war durch technisch sehr anspruchsvolles Wildwasser geprägt. Die Kurven, kräftige Strömungen und unruhige Abschnitte forderten volle Konzentration und präzises Fahren. Mehrere Boote anderer Vereine hielten den Bedingungen nicht stand und mussten beschädigt aus dem Wasser geholt werden, zum Glück hatten die Fuldaer nur mit kleineren Undichtigkeiten aufgrund von Steinberührungen zu kämpfen. Durch Regen am Wettkampftag stieg der Wasserpegel nochmal an und erschwerte zusätzlich die Bedingungen.
Aufgrund der schwierigen Wasserverhältnisse verzichtete Amelie Denner zusammen mit den anderen U18 Fahrerinnen aus Deutschland auf ihren Startplatz, um sich ihr Boot so kurz vor der Deutschen Meisterschaft am ersten Mai Wochenende nicht kaputt zu machen.
Sie nutzte die Zeit zwischen den Einzelläufen für Trainingseinheiten mit Torben Kramm und Felix Denner auf dem nahegelegenen Stausee. Die beiden jungen Kanuten waren angereist um sich den spannenden Wettkampf auf diesem wilden Fluss anzusehen und ihre Teamkameraden anzufeuern.
Anne Jäger und Jasper Zentgraf zeigten starke Leistungen im Vergleich zum deutschen Teilnehmerfeld und konnten sich verdient über ihre Platzierungen freuen. Jäger schaffte es im Sprint auf den vierten Platz der deutschen U23-Fahrerinnen und Zentgraf freute sich über einen verdienten dritten Platz. Ob diese Platzierungen für die Nominierung für die EM im Juni in Mezzana (Italien) reichen, ist noch nicht entschieden. Beide bewiesen mit ihrer tollen Leistung in Tschechien nicht nur ihr Talent in der Sprintdisziplin, sondern sammelten auch wertvolle Erfahrungen für die kommenden Wettkämpfe.
