Der Empfang wurde traditionell von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld gemeinsam mit Margarete Hartmann, Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, begangen. „Es ist mir eine große Ehre und Freude, Sie alle bei diesem besonderen Empfang willkommen zu heißen“, freute sich der OB über die zahlreichen neuen Gesichter, die sich nun offiziell als Fuldaer bezeichnen dürfen und damit besondere Rechte in Deutschland genießen würden, wie er herausstellte. Doch er mahnte auch zur Einhaltung der damit einhergehenden Pflichten, „sich als Bürger der Stadt für den Erhalt der Demokratie einzusetzen.“ Diese sei nämlich keine Selbstverständlichkeit, sondern lebe von der Teilhabe der Bürger. „Deshalb richte ich diese dringende Bitte an Sie: Bringen Sie sich aktiv mit ein“, appellierte Wingenfeld: „Gehen Sie zu den Wahlen, informieren Sie sich, bringen Sie sich in Vereinen ein, versuchen Sie Teil unserer Gesellschaft zu sein. Seien Sie sich immer bewusst: Das, was Sie an besonderen Erfahrungen mitbringen, das ist wertvoll.“
Hartmann stellte die Urkunde, als Symbol für all das, was die neuen Bürgerinnen und Bürger auf dem langen, beschwerlichen Weg zur Einbürgerung erreicht haben, dar. Auch sie sprach die Rechte und Pflichten der Anwesenden an und appellierte dann: „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Fulda zu einem Ort zu machen, an dem sich alle Menschen wohl und zuhause fühlen.“ Abschließend wünschte sie: „Mögen Sie in Fulda Freunde finden und gemeinsam mit uns die Zukunft gestalten.“
Nach den beiden Hauptrednern schilderte Amin Gholami, der selbst vor einigen Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen war, in einer kurzen Rede seinen Werdegang bis zur Einbürgerung am Mittwoch. Er beschrieb, wie er anfangs Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hatte, wie er Arbeit fand und seine Familie nach Deutschland holte. „Ich danke Ihnen allen für ihre Unterstützung und dafür, dass ich hier Leben darf“, führte er an und ergänzte: „Ich möchte nicht nur von der Gesellschaft leben, sondern auch etwas zurückgeben und ein aktiver Teil dieser Gesellschaft sein.“
Nach den offiziellen Reden erhielten alle Teilnehmer ihre Urkunden und ein kleines Willkommens-Geschenk in Form eines Glaskruges der Stadt Fulda und einem Lilienthaler-Gutschein.
Für die musikalische Untermalung sorgte Daniel Nikolas Wirtz von der Musikschule Fulda. Nach dem offiziellen Teil fand ein kleiner Sektempfang mit Häppchen und freundlichem Austausch statt.
