Dabei ist die Erkrankung weit mehr als ein schleichender Gedächtnisverlust. Demenz beschränkt sich nicht nur auf das Denken, sondern sie verändert Persönlichkeit, Wahrnehmung und Alltags-kompetenz. Im späteren Verlauf treten häufig ebenfalls körperliche Symptome auf wie Gangunsicherheiten, Schluckstörungen, Inkontinenz oder motorische Einschränkungen. Diese Veränderungen belasten nicht nur die Erkrankten selbst, sondern auch ihr gesamtes Umfeld gleichermaßen. Der Umgang mit Betroffenen erfordert eine professionelle, empathische Versorgung und vor allem medizinisches Knowhow, Zeit sowie Verständnis.
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, aber nicht die einzige. Insgesamt gibt es viele verschiedene Demenzformen, deren Ursachen noch nicht vollständig entschlüsselt sind. Klar ist, dass eine frühzeitige Diagnose, gezielte Therapien und vor allem menschliche Zuwendung einen entscheidenden Unterschied für die Betroffenen und auch deren Angehörige machen.
Doch was bedeutet das eigentlich genau? Wie verläuft die Erkrankung, welche körperlichen und geistigen Symptome können auftreten? Wie können Angehörige und Pflegende gut damit umgehen?
Die Abteilung für Geriatrische Innere Medizin unter Chefarzt Dr. med. Steffen Schlee lädt alle herzlich zum Arzt-Patientenseminar am Mittwoch, 7. Mai um 17 Uhr ins Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda ein, die mehr über Demenzerkrankungen erfahren und verstehen möchten – ob als Betroffene, Angehörige, Pflegende oder Interessierte.
Demenz kann man (noch) nicht heilen – aber man kann lernen, mit ihr umzugehen und darum geht es. Dr. Schlee erläutert den aktuellen Stand der Forschung, Symptome, den Krankheitsverlauf und zeigt Wege auf, Zugang zu Menschen mit Demenz zu finden und wie Lebensqualität erhalten werden kann – sowohl für Erkrankte als auch für Angehörige. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung steht der Referent gerne für Fragen zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen.
