Lokales VB 02.04.2025

DAK-Analyse: Krankenstand bleibt in Osthessen mit 5,9 Prozent stabil

Fulda (pm/gü) – Der Krankenstand in den Landkreisen Fulda und Vogelsberg ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr mit 5,9 Prozent stabil geblieben. Insbesondere das Niveau der Fehltage aufgrund von Atemwegsbeschwerden und Muskel-Skelett-Erkrankungen ist niedriger als 2023. Die DAK-Gesundheit hat die Krankschreibungen aller DAK-versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region für das Gesamtjahr 2024 ausgewertet.

Atemwegserkrankungen gehörten auch 2024 wieder zu den Erkrankungsgruppen, die für die meisten Fehltage verantwortlich waren. Symbolfoto: Pixabay.

Auf 100 DAK-versicherte Beschäftigte kamen 2024 insgesamt rund 2152 Fehltage. Das waren 0,2 Prozent weniger als 2023. „Es ist ein erstes positives Signal, dass der Krankenstand in unserer Region 2024 auf gleichem Niveau ist. Ob daraus eine Trendwende wird, werden die nächsten Jahre zeigen“, sagt Christian Beser, Chef der DAK-Gesundheit in Fulda. Die meisten Fehltage gingen 2024 wieder auf das Konto von drei Erkrankungsgruppen: Atemwegserkrankungen verursachten bezogen auf 100 Beschäftigte 389 Krankheitstage, 2023 waren es noch 421 Tage. Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen waren für 411 Tage je 100 Beschäftigte verantwortlich. Das waren ebenfalls weniger als im Jahr 2023 mit 438 Tagen. Und bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen kamen auf 100 Beschäftigte 380 Tage. 2023 waren es 387 Tage.

 

Krankenstand-Debatte beeinflusst das Miteinander in den Firmen

Ein Krankenstand von 5,9 Prozent bedeutet, dass an jedem Tag im zurückliegenden Jahr von 1000 Beschäftigten 22 krankgeschrieben waren. Die Mehrheit der Beschäftigten hatte für jeden Fehltag eine ärztliche Bescheinigung. „Die Beschäftigten holen sich ein ärztliches Attest auch, damit sie nicht dem Verdacht ausgesetzt sind, sie würden ohne triftigen Grund der Arbeit fernbleiben“, sagt Christian Beser. Die sogenannte Blaumacher-Debatte habe das Miteinander in manchen Betrieben negativ beeinflusst und Misstrauen gegenüber krankgemeldeten Beschäftigten aufkommen lassen. Das sei kontraproduktiv, so Beser. Betriebe und Behörden sollten sich vielmehr um gesunde Arbeitsbedingungen bemühen. „Alle sind zufriedener, wenn es bei der Arbeit gut läuft. Und Beschäftigte, die mit ihrer Arbeit zufrieden sind, melden sich seltener krank“, so Beser.

 

Arbeitsbedingte Belastungen reduzieren

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage in vielen Firmen empfiehlt die DAK-Gesundheit ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), das systemisch angelegt ist. Dafür werden unter anderem die Strukturen und Prozesse im Unternehmen genau betrachtet und die Mitarbeitenden an einem Veränderungsprozess beteiligt. „Beim systemischen BGM geht es darum, arbeitsbedingte Belastungen passgenau zu verringern. Wir helfen Unternehmen dabei, ein solches zu entwickeln“, so Beser.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands und engagiert sich besonders im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Weitere Informationen zum BGM der Kasse gibt es online unter: www.dak.de/bgm