Zum Prozessauftakt verlas Staatsanwältin Diegelmann die Anklageschrift. Daraus gehe hervor, dass sich die vier Albaner im November 2023 zu einer Bande zusammengeschlossen und im ehemaligen Restaurant Dammersfelder Hof in Dalherda eine professionelle Indoor Cannabis-Plantage aufgebaut haben sollen. Insgesamt wurden 49 Cannabis-Pflanzen mit einer Wachshöhe von 170 bis 180 Zentimeter und 446 weitere Pflanzen mit einer Wachshöhe von 130 Zentimeter angebaut. Aus den über 500 Pflanzen kann sich eine Cannabismenge von 96,81 Kilogramm gewinnen lassen. Um den Cannabis Anbau zu ermöglichen, bauten die vier Angeklagten das ehemalige Restaurant Dammersfelder Hof für eine sechsstellige Summe um. Dabei beträgt der Umbau einen geschätzten Wert von etwa 150.000 Euro. Die Aufgaben auf der Plantage teilten Angeklagten untereinander auf. So sollen der 58-jährige Angeklagte F. sowie der 37-jährige Angeklagte E. für die Pflege und den Anbau der Cannabis-Pflanzen zuständig gewesen sein. Der 32-jährige K. habe die Bande mit den nötigen technischen Gerätschaften für die Pflege versorgt und soll für das Abpacken der Päckchen verantwortlich gewesen sein. Als Ansprechpartner auf der Cannabis-Plantage soll der 41-jährige Angeklagte A. fungiert haben. Den Gewinn aus dem Verkauf der Cannabis Päckchen teilten sich die Angeklagten prozentual auf. Am 10. Juni 2024 wurde die Bande verhaftet und sitzt seitdem in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft. Zu den Anschuldigungen wollte sich keiner der vier Männer äußern. Der Prozess wird fortgesetzt.
